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Rundbriefe

Rundbrief Mai 2006

Düsseldorf, 21.Mai 2006

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von
VIDA NUEVA

Am 26. April dieses Jahres hat das Centro VIDA NUEVA seinen 13. Geburtstag gefeiert und dabei stört es in Peru auch kaum jemanden, ob genügend Geld für eine Feier vorhanden ist oder nicht. Viel wichtiger ist es, dass man sich immer wieder gerne trifft um zu tanzen, die Sonne zu genießen, zum Essen oder einfach nur, um der Alltagsroutine zu entfliehen, indem man sich mit etwas Anderem beschäftigt. Man blickt gerne zurück, auf die Dinge, die man erreicht hat und ist dankbar für die Beharrlichkeit und Ausdauer derer, die VIDA NUEVA mit ihrer Zeit, mit ihrer Hingabe, ihren Anregungen und natürlich von Anfang an bis heute auch mit ihren Spenden für das Projekt, vertrauensvoll unterstützt haben. Wie Sie ja bereits wissen, waren wir zu Beginn nur eine Gruppe von drei oder vier idealistischen Akademikern, mit lediglich einem Jahr Erfahrung auf dem Gebiet der Sonderpädagogik, die gerade ihren Abschluss gemacht hatten. Das einzige klare Ziel, das wir vor Augen hatten, war behinderten Kindern zu helfen, die zudem noch in einem Land geboren wurden dessen Regierung die (Aus)bildung nicht als eine vordringliche Aufgabe ansieht. Wir wollten behinderten Menschen helfen, deren Familien so arm sind, dass die Befriedigung ihrer Grundbedürf-nisse nach Nahrung, Wärme, Kleidung, usw., das Einzige ist wonach sie streben; wo Ausbildung und jegliche Form von Therapie (physisch, pädagogisch, logopädisch, etc.) einen unerreichbaren Luxus bedeuten.
Den Mitgliedern unseres Freundes- und Förderkreises erzähle ich nichts Neues; in vorhergehenden Rundbriefen haben wir bereits einige statistische Angaben gemacht über die Anzahl der Kinder, die wir Jahr für Jahr aufnehmen. Hierbei würde ich mir sehr wünschen, Sie wären einer unserer Volontäre/innen, wie Denise Lange und Michael Hielscher, die einige Zeit mit uns verbringen und noch bis Juli bleiben werden. Wenn Sie lesen, was sie über ihre Erlebnisse bei der Arbeit für VIDA NUEVA und ihre Zeit in Lima berichten, werden Sie besser verstehen, was ich meine.
Dank der Berichte von Michael Hielscher und Denise Lange, die sich seit März dieses Jahres auch bei VIDA NUEVA aufhalten, muss ich Ihnen nicht mehr so viel schreiben. Mit den Schilderungen und den Fotos, die sie mir pünktlich alle drei Wochen schicken, wird unsere Webseite aktualisiert und alle, die uns dort im Internet besuchen, halten sich so auf dem Laufenden.
Schaut man sich die letzten Zugriffsstatistiken über die Anzahl der Personen die unsere Webseite besucht oder darauf zugegriffen haben an, so ist der Anstieg bemerkenswert: Im Januar dieses Jahres haben uns lediglich 182 Personen besucht, wohingegen es im April 631 Personen waren, die sich über unsere Einrichtung mittels des Internets informiert haben.
Im gleichen Maße wie sich mehr und mehr Personen über die Arbeit von VIDA NUEVA informieren, erreichen uns auch mehr Anfragen von Volontären die bei uns arbeiten möchten. Leider kann das Centro VIDA NUEVA nicht allein von der Freiwilligenarbeit, die von unseren Volontären geleistet wird, bestehen, sondern es sind auch die Spenden notwendig, von Ihnen und denen die in der Zukunft zu uns stoßen, um uns zu unterstützen.
Wir vertrauen weiter auf Ihre Hilfe und darauf, dass die Informationen über die Erfolge beim Centro VIDA NUEVA, die Sie über Rundbriefe wie diesen erhalten, und die wir nur dank Ihrer beständigen Unterstützung erzielen können, Sie zufrieden stellen.

Vielen lieben und herzlichen Dank an alle! Sie sind und werden immer in unseren Herzen sein!!


Ihre Marlene Pérez Brockert

Die bereits von mir erwähnten Berichte von Frau Denise Lange und Herr Michael Hielscher möchte ich ihnen nun - zumindest auszugsweise - mitteilen. Die kompletten Berichte hier aufzuführen, würde, so glaube ich, den Rahmen sprengen. Sie können diese und andere Berichte auf unserer Homepage gerne nachlesen:

Denise Lange
Samstag, 11.03.2006
” ... Am Busbahnhof holten mich dann Marlenes Schwester und ihr Mann ab. Und so ging die Reise weiter nach Santa Clara. Am Ende kam ich so gegen halb5 am 11. März in Santa Clara an. ...

Montag, 13.03.06
Am Montagmorgen hatten wir erst mal ein Gespräch mit Jim, er erklärte uns den Gebrauch von Telefon und Internet, und wie die Schule so funktioniert. Er klärte uns auch über unsere erste Woche auf. Da in dieser Woche ein paar Schüler noch fehlten sollten wir die, die da sind in den verschiedenen Klassen kennen lernen.
So wurden wir an diesem Tag in den Klassenräumen rumgeführt und den Schülern vorgestellt. ...

Dienstag, 14.03.06
Am Vormittag war ich bei Karin in der Klasse, dort waren an dem Tag, Marlon, Kendy, Carlos und Lisia (?) vertreten. Erst half ich Kendy beim ausmalen von zwei Figuren, dann Marlon.
Später hatten die Lehrer dann eine Versammlung, wo sie mit Marlene sprachen. Ich war in der Zeit mit den Kindern draußen, dann drinnen Essen und wartete dann das Karin wiederkam.
Draußen war alles in bester Ordnung, die Kinder hörten sehr gut, bis es wieder reingehen sollte zum Essen. Maron und Kendy saßen auf der Schaukel und wollten nicht reinkommen. Kendy ging dann nach 2x auffordern rein. Marlon wollte aber erst mit mir Fangen spielen, um das kleine Schwimmbecken herum. Nachdem nichts half, wollte ich Karin dazuholen, als er das merkte kam er.
Dann durften die Kinder essen und trinken. Nach dem Essen fragte mich Marlon, ob er sich die Hände waschen dürfe, ich war so mit den anderen beschäftigt das ich nicht merkte wie die Zeit verging. So war er plötzlich 15min weg. Nachdem ich rausging um ihn zu suchen, bemerkte ich das er auf der Treppe saß die zu dem Zimmer von Michel und mir führte. Er wollte nicht runterkommen, weder auf mich noch auf Rosa hörte er.
Irgendwann bekam er dann die Einsicht und kam runter.
Ich war schon sehr froh als Karin endlich wieder kam.
Nachmittags faulenzten Michel und ich.

Mittwoch, 15.03.06
Heute war ich im Raum von Vicky. Dort sind die Kinder die am weitesten vom intellektuellen Stand sind, und danach in eine öffentliche Schule oder Arbeiten gehen.
Im Klasseraum sind die Kinder sehr, sehr friedlich, anders wenn es rausgeht in die Pause. Beim Fußball geht es nicht ruhig zu, nach 2min lag schon einer in der Wiese heulend. So wurde das Fuß-ballspielen abgebrochen.
Meine Aufgaben waren Santiago einen Test abzunehmen, den Gleichen danach Alejandro. Der Test bestand daraus, das ich Wörter vorlas, die die Kinder richtig schreiben sollten (einzelne Wörter, nicht wie in einem Diktat Sätze). So kamen bestimmte Wörter für die Bestimmten Buchstaben im ABC.
Nach der Schulstunde konnte ich nicht mehr reden... *smile*
Nachmittags bis um 3Uhr war eine Aufgabe von uns, Medikamente aus Deutschland ins Spanische zu übersetzen. Danach gab es dann Essen bei Rosa. Sie kocht sehr, sehr gut.

Donnerstag, 16.03.06
So war ich am nächsten Tag nach 1 ½ h bei Olga so müde, das ich mich noch einmal hingelegt hatte. Eigentlich hätte ich später mit Vicky und den Kindern auf den Sportplatz gehen sollen, das übernahm Michel (was er danach sehr bereute, die Sonne war sehr, sehr intensiv, und seine Schultern / Hals und Waden waren danach Krebsrot), danach sollten wir dann mit Karin in die Familien gehen, was ich durch meine Toiletten-Aufenthalte absagte, und Michel durch seinen sich ankündigenden Sonnenstich! So aßen wir bei Rosa nur Suppe und einen Obstsalat (der bei mir nicht lange hielt), und schliefen, lassen und faulenzten... “


Michael Hielscher, 31.03.2006
”... Ich habe soeben geschrieben, dass ich kaum glauben kann, dass schon wieder 3 Wochen vergangen sind.
Ja und so ist es auch, aber nun langsam komme ich hier an und kenne mich hier in Santa Clara auch schon gut aus.
Dabei hilft mir hier ein “Amigo”, den ich hier kennen gelernt habe, der auch nicht weit vom Zentrum entfernt wohnt. Zusammen verbringen wir viel Zeit miteinander und er zeigt mir, wie das eine oder andere hier läuft, und konnte mir schon eine Menge gute Ratschläge geben.
Was die Orientierung hier in Lima betrifft, nun ja ist sicherlich nicht ganz einfach, aber Denise und ich wir haben uns nun letztens mal den "plaza de armas" angeschaut. (danach gingen wir auf die Suche nach dem Moskitonetz)
Nach Miraflores bin ich auch schon gefahren und Barranco habe ich mir in diesem Zusammenhang auch gleich mal angeschaut und hatte somit auch einen schönen Ausblick auf den Stillen Ozean, welchen ich nun zum ersten Mal gesehen habe.
Ach mir geht es sehr gut, ich bin froh über ein so schönes Zimmer und der Ausblick aus unserem Fenster ist auch fantastisch ... alles grün, was schon im Gegensatz zu dem sonst grau wirkenden Lima steht. ... Was die Arbeit angeht, so muss ich Dir auch in dieser Hinsicht sagen: "todo bien"! (Übersetzung: “Alles in Ordnung / alles ist gut”)
War vielleicht gar nicht so schlecht, dass in der ersten Woche kaum Schüler da waren. So hatte Denise und ich Gelegenheit, das Zentrum, die Kinder und die Lehrer ein bisschen kennen zu lernen und uns hier zu akklimatisieren. ... Ich bin echt sehr froh hier zu sein und nun meine Erfahrung mit “niños especiales” (“behinderten Kindern”) zu machen, es ist eine Erfahrung die mir wichtig ist und die ich schon seit langem auf meiner to - do- Liste hatte.
Es ist eine neue Anforderung an mich selbst und mir, wenn ich ehrlich bin noch ein wenig fremd, aber ich denke das ist normal und man wird auch hier seine “Kniffe und Tricks” bekommen.
Man braucht ewig viel Geduld und kann mit Erfolg sowie Misserfolg rechnen, damit habe ich schon gerechnet, doch eine kleine Hürde stellt es für mich trotzdem dar, nun mal ganz ehrlich.
Aber sie macht Spaß!
Die Zusammenarbeit mit den Lehrern funktioniert auch prima, da gibt es keine Reibereien.

Grossen Respekt verdient meines Erachtens die Familie von Rosa und Alberto (Anm.: Hausmeisterfamilie im Centro).
Da habt ihr wirklich das richtige Gespür gehabt, es dauerte wirklich keine 2 Tage, bis man sich bei ihnen wohlfühlt, die Kinder sind auch “zuckersüß” und es ist jedes mal ein Highlight bei Rosa Mittag zu essen und die Kinder neben sich zu haben.
Ach wie habe ich meine Freude, diese ein bisschen zu necken ....

Was das Wetter angeht, so habe ich mich in der ersten Zeit in den Schatten verkrochen. Doch nun langsam geht der Herbst los und es wird ein bisschen frischer, was ich persönlich ein bisschen angenehmer finde.
Heut ist schon wieder Donnerstag und wir haben wieder ein langes Wochenende bis Montag, was ich bzw. wir so machen werden steht noch nicht ganz fest, da wollen wir uns ein bisschen treiben lassen, ach wie schön. ... Ach na ja, ich möchte mich jetzt absichtlich mal wiederholen und Dir mitteilen, dass alles in Ordnung ist “y agredezco por poder estar aqui, gracias”. (und ich danke hier sein zu dürfen, Danke)

In diesem Sinne ganz liebe Grüße aus deiner Heimat an mein Heimatland, lasst es euch gut gehen, bleibt gesund und bis recht bald.

Michel"


Denise Lange

Montag, 27.03.06
“ ...Heute ging die Therapie mit Schuhe anprobieren los!!! Und für die Lehrer mit Kleider anschauen, um zu sehen, was für welche Eltern / Kinder / Babys zu gebrauchen ist.
Alle Schuhe unter 24 sind wir losgeworden. Teilweise musste geschaut werden, das sich die Eltern nicht gleich 2 Paar mitnehmen wollten (für Geschwister, Freunde). Da noch sehr viele Schuhe übrig waren, wurde mitgeteilt, das die Geschwister persönlich in die Schule kommen sollten um die Schuhe anzuprobieren, um ein ständiges kommen und gehen mit “Umgetausche” zu verhindern.
Diesmal hatte es meinen Kollegen mit einem flauen Magen erwischt, dadurch hat er den Tag nach der Therapie mit schlafen zugebracht.

Während der Woche probierten wir manche Therapien auch draußen im Garten aus, was sich zu bestimmten Zeiten sehr schwierig gestaltete, da wenn die anderen Kinder gerade in der Pause waren, sie unbedingt mitmachen wollten...
Einige Therapien fallen einem sehr leicht, andere wiederum sind anfangs sehr schwer, da wir nicht mit allen Krankheitsbildern vertraut sind, und es manchmal doch schwer zu erkennen ist, was mit bestimmten Kindern möglich ist. Ob es zum Beispiel ein Kind ist, was einfach nicht machen will was wir wollen, und nur im Raum herumläuft, oder einfach anfängt die ganzen Kuscheltiere aus dem Regal zu räumen... Bei mir sind es die Autisten, manchmal ist es sehr schwer sie aus ihrer Trance, oder besser gesagt ihrem Eigenleben heraus zu holen.
Für mich sind die Erfahrungen, die ich hier mache super interessant und wichtig, da sie mir für meinen ganzen weiteren Therapieweg weiterhelfen.

Montag, 03.04.06
Heute hatten wir einen Fototag in der Therapie, wir haben mal alle Kinder fotografiert die wir heute hatten, und dies durch die ganze Woche durchgezogen, um einen Überblick über die ganzen Kinder zu bekommen, und auch für Marlene die neuen Kinder vorzustellen.
Ab heute findet die Logopädie parallel zu unserer Physiotherapie (nach einem entsprechenden Stundenplan) statt.
Wenn ein Kind krank ist, oder aus irgendwelchen Gründen nicht in der Schule erschienen ist, oder die Kinder von außerhalb nach 10min nicht da sind, holen wir (um die Zeit nicht nutzlos verstrei-chen zu lassen) ein anderes Kind aus den Klasse raus.
Durch die Sprachtherapie mussten wir jetzt mehr aufpassen, welches Kind wir holten, da wir ja unserer Kollegin nicht die Kinder wegschnappen wollten... *Smile*

Wochenende 07. - 09.04.06
Besonderes diese Woche war, das am Freitag ein Elternsprechtag (1x im Monat) stattfand. Die Lehrer und wir Physiotherapeuten trafen uns schon um 10Uhr morgens, um mit Marlene am Telefon einige Punkte zu besprechen, und dann den Tagesablauf zu planen (Verkauf von Essen und Trin-ken). Danach sind wir super lecker im Restaurante: ”Walters” essen gewesen. hmmmmmm.
Um halb 3 sollten die Eltern dann kommen, die Eltern die nicht kommen konnten durch die Wahlen hatten sich abgemeldet, die Eltern die nach 3 Uhr kamen, zählen wie Eltern, die nicht da waren, und müssen eine Strafe zahlen.
Diesmal traf es Jim, die Eröffnungsrede zu halten (die Lehrer wechseln sich untereinander ab), dadurch das neue Mütter dort waren, wurden auch Michel und ich vorgestellt.
Danach wurde noch Kuchen und Getränke verkauft.
Eigentlich wollten Michel und ich an diesem Abend noch mal ins Kenko (Disko) gehen, durch die Wahlen am Sonntag durfte aber das ganze Wochenende kein Alkohol ausgeschenkt werden, und die Diskos nicht öffnen!!!

Osterwoche
Diese Woche war sehr, sehr kurz. Der Unterricht fand wegen Ostern nur von Montag bis Mittwoch statt, der Donnerstag war frei.
Was in der Therapie schön ist, das wir mittlerweile die Kinder kennen, und jetzt auch ein besseres Bild über ihre physiotherapeutischen Probleme haben. Auch wissen wir, na ja, noch nicht bei jedem Kind, aber bei vielen wie wir sie Handhaben können, das sie das machen was wir wollen!

17. - 20.04.06
... Michel hatte Kuscheltiere aus Deutschland mitgebracht, die ich heute an Karin und Lydia weiter gab.
Karin macht morgens immer die Morgenversammlung von 8-9:00Uhr mit den ganzen Kinder der Schule (spricht über Themen, singt, tanzt, macht Spiele...). Die Kuscheltiere sollen dann jeweils am Ende des Monats an die Kinder verteilt werden, die am häufigsten morgens da gewesen sind. Als sogenanntes Prämium/ Belohnung!”


Michael Hielscher
“ ...und schon wieder drei Wochen vorbei. ...

Hier im “Wilden Westen” ist eigentlich alles in Ordnung und es geht mir richtig gut, ich genieß hier meine Zeit und leider verfliegt diese bloß sooo schnell.
... Mit der Therapie geht’s auch vorwärts, man kennt nun seine Strategen und weiß nun was der eine oder andere so braucht, bzw. besser gesagt wie man ihn am besten begegnet.

Mit Josue habe ich mir nun meine persönliche Herausforderung gesetzt.
Ich versuche nun mit besonders viel Geduld und mit viel Erklären ihm beizubringen, dass das was wir mit ihm machen ihm zwar weh tut, dies aber nicht aus derselben Intension heraus machen, sondern nur um ihm zu helfen.
Er schimpft dann manchmal ganz schön, schlägt leicht um sich und möchte abbrechen, aber nun eben zu erkennen, dass auch dieses Verhalten Teil seiner Krankheit, bzw. das Resultat seiner Lebensumstände ist, ja das fällt mir manchmal schwer.
Aber ich habe nun mit dem ganz, ganz geduldigen und erklärenden Therapeuten angefangen und habe schon die ersten kleinen positiven "Resultate" erzielt, welche mich nun auch motivieren, genauso mit ihm weiter zu machen.

Die Arbeit macht aber noch sehr viel Spaß und es ist einfach schön die kleinen chamacos (kleine Kinder ) auf dem Schoss zu haben, vielleicht mit dem ein oder anderen Jungen ein bisschen herum zu kämpeln / kämpfen, das Lachen zu sehen, die Schnotternase ...
Ja ich habe hier schon meine kleinen “amigos” (Freunde), die sich frech nähern und eigentlich bloß drauf warten mal richtig, aber so richtig durchgekrabbelt zu werden.
Na ja mit den kleinen Mädchen ist es etwas anders, da genieß ich die "Gewohnheit des kleinen Küsschens auf die Wange", die dann den langen Hals machen und “mua”, echt süß.
Echt wirklich knuffige Kinder habt ihr hier.

Trotz alledem hat auch dieser Taler seine andere Seite und leider ist es eben so, dass hinter diesen Kindern echt arme Familienverhältnisse bzw. Armut stehen und das hat mir letztens, obwohl ich meinen Zivildienst in einem Waisenhaus in Mexiko gemacht und mir die Slums von Südafrika mal angeschaut habe, ziemlich aufgestoßen.
Es ging mir an diesen Tag mal richtig an die Substanz und ich habe mich davon auch an diesem nicht mehr erholt.
Ich hatte nur eine Frage im Kopf:
"Was können diese Leute dafür, in diese Armut hineingeboren zu werden und warum hat uns das Schicksal so verschont, uns hätte dasselbe passieren können"?!.
Da kommt man auch auf den Gedanken, wie es dem einen oder anderen in Deutschland mit seiner sozialen Absicherung im Nacken geht?!.
Und dann beschweren sich die Leute noch --- und hier sind die Lebensumstände um einiges schlechter und die Leute begegnen einem mit Zufriedenheit und Dankbarkeit für jedes bisschen.
Ach, das muss man einfach erleben. Ich denke, dann blickt man ein bisschen anders in die Welt.

Gut Ihr Lieben, ich möchte nun schließen, euch nochmals danken hier in diesem Projekt arbeiten zu können, und wünsche euch alles Gute!

bis dahin

Michael Hielscher

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