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Rundbriefe

Rundbrief Dezember 2007

Düsseldorf, 30.Dezember 2007

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA

DIE VOLONTÄRE/INNEN
Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, unterstützen pro Jahr etwa 10 deutsche Freiwillige das Projekt VIDA NUEVA, die meisten von ihnen sind Physio- oder Ergotherapeuten. Sie arbeiten wenigstens 3 Monate bei uns, danach reisen sie häufig noch als Touristen durch Perú oder eines der Nachbarländer.
Den Volontären die bisher kein Spanisch können oder nur über unzureichende, rudimentäre Sprachkenntnisse verfügen (sei es nun für die zukünftige Arbeit bei VIDA NUEVA oder einfach für die Kommunikation mit den Menschen dort), raten wir einen Spanisch Intensivkurs zu absolvieren, vorzugsweise in Perú. In Cuzco zum Beispiel gibt es ein Sprachinstitut, das zusätzlich zu Spanischkursen die Möglichkeit zum Konversationstraining nach der Tandem-Methode bietet. Außerdem werden Vermittlung von Unterkünften, Hilfe bei der Anreise und eine Reihe weiterer Aktivitäten, die dem internationalen Kulturaustausch dienen, angeboten.
Wir haben es uns schon zur Regel gemacht, dass diejenigen, die als Volontäre für das Projekt arbeiten möchten bei der Einreise nach Perú 50 Prozent ihres Gepäckkontingents ausschließlich für den Transport von Material für VIDA NUEVA reservieren. Hierzu gehören Kleidung, Schuhe (gebraucht, aber in gutem Zustand), Medikamente (i.A. Antibiotika und Vitaminpräparate), Spielzeug, Material für die Therapie und Sonstiges das unter den Kinder und/oder ihren Angehörigen im Centro verteilt wird.
So transportiert jede/r Volontär/in einen ca. 23 Kilo schweren Koffer mit persönlichen Dingen und einen weiteren 23 Kilo Koffer nur mit Sachen für VIDA NUEVA.
Man kann also sagen, innerhalb eines Jahres bringen 10 Volontäre/innen insgesamt etwa 230 Kilogramm Spendenmaterial, wobei sie noch in vielen Fällen selbst die Aufgabe übernehmen dieses an die Kinder und/oder ihre Verwandten zu verteilen, sobald sie sie und ihre Bedürfnisse besser kennengelernt haben.
Manchmal sind es auch mehr als 230 Kilogramm, z.B. dann wenn Volontäre/innen Besuch aus Deutschland erhalten (von Familienangehörigen oder aus dem Freundeskreis) und dieser freundlicherweise ebenfalls einen Koffer voller Dinge für VIDA NUEVA mitbringt.
Bei der Rückreise der Volontäre/innen nach Deutschland wird diese Transportmöglichkeit ebenfalls genutzt, um Dinge die unsere Kinder in Perú produziert haben wie z.B. Kerzen, Grusskarten, Weihnachtskarten, verschiedene Portemonnaies aus Leder, Fotorahmen, et cetera nach Deutschland zu befördern. Diese Produkte versuchen wir hier in Deutschland zu verkaufen, um so den Einkauf von Rohmaterialien für die weitere Produktion oder um unseren Schülern Unterweisungen, die der Verbesserung ihrer Fähigkeiten dienen, zu finanzieren.
In einigen Fällen organisieren diese Volontäre auch selbst hier einen Basar unter Verwandten und Bekannten um möglichst viele dieser Sachen zu verkaufen und gleichzeitig allen an unseren Produkten Interessierten, Informationen aus erster Hand, VIDA NUEVA betreffend, zu geben.

DER NIKOLAUSMARKT IN NEUSS
Dieses Jahr hatten wir uns entschlossen, einen Stand auf dem Neusser Nikolausmarkt anzumieten, da wir über genügend Verkaufsartikel verfügen (von unseren Kindern produzierte Sachen und auch Handwerkserzeugnisse, wie man sie auf traditionellen Inka-Märkten in ganz Perú finden kann und die bei den Touristen immer sehr beliebt sind). So profitiert VIDA NUEVA direkt vom Verkauf der Erzeugnisse und kann den Handwerkern durch Umgehung der Zwischenhändler, die versuchen ihre Abhängigkeit auszunutzen, einen gerechten Preis zahlen.
Glücklicherweise können wir mit der Unterstützung einiger ehemaliger Volontärinnen (die in der Nähe von Neuss wohnen) rechnen, die angeboten haben auf dem Nikolausmarkt sich im Wechsel mit uns um den Verkauf der Produkte zu kümmern.
Neben dem Verkauf dessen was unsere Kinder herstellen, wollen wir dort auch Werbung für unser Projekt machen und so in Kontakt kommen mit Interessenten für die Arbeit als Volontär oder mit potentiellen Spendern.

DIE KINDER IM CENTRO UND DER FAHRDIENST
Dieses Jahr betreuen wir im Centro VIDA NUEVA insgesamt 53 Kinder, 48 davon bekommen täglich Unterricht, ihrem Leistungsniveau und Alter entsprechend, 5 Kinder kommen ein- oder zweimal die Woche für eine individuelle Therapie: Physio- und/oder Ergotherapie und/oder eine Sprachtherapie.
In den meisten Fällen nehmen die Kinder von VIDA NUEVA hierzu den Fahrdienst in Anspruch, das bedeutet, sie werden mit dem Auto des Centros von zu Hause oder einem gemeinsamen Treffpunkt, an dem sich zwei oder drei in der Nähe wohnende Schüler sammeln, abgeholt und nach dem Unterricht bzw. nach der Therapie werden sie wieder nach Hause gebracht.
Für den Fahrdienst bezahlen die Eltern genau soviel, wie sie die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kosten würde, d. h. insgesamt für eine Hin- und Rückfahrt zirka 2 Soles das sind etwa
50 (Euro-)Cent. Mit diesem symbolischen Betrag sparen die Eltern viel Zeit, da sie so die Kinder nicht jeden Tag zum Centro bringen müssen und somit länger arbeiten können oder problemlos ihre anderen Kinder betreuen können.
Die täglich mit dem Auto zurückgelegte Strecke beträgt ungefähr 40 Kilometer, das entspricht einem Benzinverbrauch von 5 Litern also täglichen Kosten von 25 Soles (6 Euro). Wie bereits früher erwähnt wurde, ist das Benzin in Perú genauso teuer wie in Deutschland, im Vergleich zu den sonstigen Lebenshaltungskosten dort erscheint der Benzinpreis astronomisch hoch. Aus diesem Grunde wurde dieses Jahr beschlossen das Auto auf Gasbetrieb aufzurüsten, d. h. es lässt sich nun mit beiden Treibstoffen fahren.
Wir sind mehr als Zufrieden mit dieser Entscheidung, denn so konnten die Verbrauchskosten für Benzin genau um die Hälfte reduziert werden. Weil Perú über eigene Erdgasquellen verfügt ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft die Kosten für Gas stets unter den entsprechenden Kosten für Benzin liegen werden.

DER BERGINN DES SCHULJAHRES
Der jetzige Präsident von Perú hat neben der wöchentlichen Unterrichtsdauer auch das Schuljahr verlängert. Bisher hatten staatliche Schulen 3 Monate Ferien im Jahr, ab dem Jahr 2007 sind es nur noch 2 Monate. Auch die Unterrichtszeit stieg von früher 25 auf nunmehr 35 Stunden pro Woche.
VIDA NUEVA begrüßt diese Entscheidung, (obwohl wir sowieso schon jedes Jahr viel früher als die staatlichen Schulen begonnen hatten) denn viele Eltern und Schüler weigerten sich zu kommen und warteten auf den offiziellen Beginn des Schuljahres (das immer einen Monat später als unseres begann), um alle ihre Kinder zusammen zur Schule zu schicken.
Da die Verlängerung der Unterrichtszeit für alle Schulen gilt (seien es private oder staatliche), wird auch VIDA NUEVA seine Unterrichtspläne anpassen, unter Berücksichtigung der Vorgaben der Regierung und der Belange der Schüler.
Die therapeutische Arbeit wurde stets kontinuierlich (ohne Unterbrechung, während des ganzen Jahres) weitergeführt, zumindest theoretisch war es so. Leider wurde aber die Bedeutung die der Kontinuität dieser Arbeit hierbei zukommt von den Eltern nicht ausreichend bedacht und viele Kinder nahmen in den Monaten Januar und/oder Februar nicht regelmäßig teil.
Einige Volontäre/innen, deren Arbeitsperiode in diesen Monaten begann, waren wegen der wenigen Kinder sehr enttäuscht; auch deshalb wird die Therapiearbeit mit Beginn des Jahres 2008 erst Mitte Februar anfangen.

WÜRDIGUNG EINER AUSSRGEWÖHNLICHEN FRAU
Im Jahr 2002 arbeitete Claudia Streicher als Volontärin für VIDA NUEVA, in jener Zeit wurde sie dort auch von ihrer Mutter, Frau Margarete Luise besucht.
Dieser Besuch in Perú, insbesondere des Centros, hat ohne jeden Zweifel bleibende, unauslöschbare Eindrücke hinterlassen. Ihre Güte und ihr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen bewogen sie dazu, fortan unser Projekt, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften, zu unterstützen.
Dieses Jahr erreichte uns nun die Nachricht ihres Todes, der uns alle außerordentlich bekümmert. Den Mitarbeitern von VIDA NUEVA fällt es immer noch schwer diese Tatsache zu akzeptieren, denn sie haben sie als eine in der Blüte ihres Lebens stehende, sehr liebenswürdige, herzliche und einfühlsame Person kennengelernt. Wir werden sie in bester Erinnerung behalten.
Der Verlust eines lieben Menschen ist immer ein erschütterndes Ereignis, wir hoffen aufrichtigst, dass ihre Familie im Laufe der Zeit ihren Schmerz überwinden kann.
In ihrem Bedürfnis uns zu helfen, entschied sich die Familie für einen Spendenaufruf für das Centro, das Projekt, das der Verstorbenen die zurückliegenden 5 Jahre besonders am Herzen lag.

Die Höhe der Geldzuwendung hat alle Erwartungen übertroffen und wird einige unserer Wünsche wahr werden lassen.
Mit diesem Geld ist es uns jetzt möglich, eine Küche und einen neuen Klassenraum zu bauen, was schon länger notwendig gewesen ist. Außerdem wird die beim letzten Erdbeben beschädigte, und danach aus Sicherheitsgründen abgerissene, Gartenmauer wieder neu errichtet.
Wir planen im Januar 2008 die alte Küche abzureißen, die bisher 3 Funktionen erfüllte:
1. Sie diente als Raum für praktische Kochanleitungen
2. Dort stand unsere (semi-professionelle) Nudelmaschine
3. Sie stand unseren Volontären als Speiseraum und Küche zur Verfügung

Wir werden auch das Klassenzimmer neben der Küche abreißen, das teilweise noch mit Luftziegeln (einer Art Lehmziegel) gebaut wurde und heute vom Platz her nicht mehr ausreicht.
Das Ende dieser Bautätigkeiten haben wir für Ende Februar geplant, das bedeutet, wir werden das neue Schuljahr mit der Einweihung der Küche und des neuen, größeren Klassenraumes beginnen.
Das alles wird sie uns im Gedächtnis halten und in den Herzen unserer Kinder.

DANKSAGUNGEN UND SCHLUSS
Im letzten Rundbrief habe ich bereits viele Personen erwähnt, denen wir zu Dank verpflichtet sind. Die Gefahr hierbei ist, dass man jemanden vergisst, was demjenigen gegenüber ungerecht und diskriminierend ist. Eine andere Gefahr besteht darin, dass diese Textpassagen (auch wegen sich wiederholender Phrasen) vielfach etwas langweilig erscheinen. Aber wir gehen dieses Risiko ein, in der Hoffnung dass unsere Leser hier ein wenig Nachsicht und Verständnis haben werden, wenn sie die Zeilen lesen, in denen wir Personen, den ihnen gebührenden Dank aussprechen.
Wie zum Beispiel den Volontärinnen, die uns geholfen haben in Perú (weil hier die Druckkosten viel niedriger sind) das Faltblatt über VIDA NUEVA zu aktualisieren und zu drucken. Wir danken auch der GGS Waldschule in Leverkusen, ihrer Schulleiterin Frau Schulz und der Lehrerin Frau Fuchs, die sich im Rahmen mehrerer Veranstaltungen zugunsten unseres Projektes engagiert haben. Frau Regine Masur die uns regelmäßig unterstützt und anlässlich ihres Geburtstages eine Spendensammlung durchgeführt hat. Unser Dank gilt auch einigen ehemaligen Volontärinnen für einen Rollstuhl und orthopädische Schuhe, die unseren Kindern zugute kommen.
Vielen Dank an Frau Gudrun Weber, die bei einem Besuch ihrer Tochter Sandra, einen Rollstuhl für eines unserer Kinder mitgebracht hat. Auf der Rückreise hat sie dann noch viele unserer Artikel mitgenommen, die sie in ihrer Heilpraktikerpraxis, bei ihren Kursen oder in der Kirche verkauft hat und die wir auch noch mit großem Erfolg auf dem Nikolaus Markt veräußert haben. Ebenso Frau Carina Sauer die beim Besuch einer unserer Volontärinnen einen Koffer mit Kleidung, Schuhen und Spielzeug für VIDA NUEVA transportierte. Unser besonderer Dank gilt den Volontärinnen Sandra, Maxi, Jennifer, Nora, Sara (und deren Eltern und Freunden) die sich abwechselnd mit uns mit viel Enthusiasmus um die Betreuung des Standes auf dem Nikolaus Markt gekümmert haben. Ohne sie und die uneigennützige Arbeit meines Mannes Dieter Brockert wäre diese Aktion gar nicht möglich gewesen. Er tut alles ihm Mögliche um uns bei jeder Gelegenheit zu helfen.
Und zu guter Letzt, wie immer, der Dank an die Kirche und ihren Pastor, Herrn Friedhard Fischer in Soest und auch an Frau Ute Scherberich, Frau Cordula Miehlich, Frau Ute Schunkert, Frau Andrea Wagner mit denen wir in großer Freundschaft verbunden sind und mit denen wir auch ein Ideal teilen: Den Kindern von VIDA NUEVA zu ermöglichen ein besseres Leben zu führen.

Ich schließe nun diesen Brief und wünsche Ihnen

Frohe Weihnachten und ein glückliches, gutes neues Jahr!


Marlene Pérez Brockert
(Gründerin und Leiterin des Centro VIDA NUEVA)

Spendenkonten:

Ev. Ref. Gemeinde Soest
Kreiskirchenkasse Soest
KD-Bank eG.
Bankleitzahl : 350 601 90
Konto-Nr. : 200 556 50 25

ODER

Ev. Ref. Gemeinde Soest
Sparkasse Soest
Bankleitzahl : 41450075
Konto-Nr. : 15446

Kennwort: VIDA NUEVA (UNBEDINGT ANGEBEN !!)


SPENDEN- UND/ODER PATENSCHAFTSANTRÄGE
Seit 2007 wurde ein besonderer Service zur Vereinfachung von Spendeneinzahlungen ein-gerichtet. Sie können nun Spenden- und/oder Patenschaftsanträge von unserer Homepage herunter laden (oder bei Frau Pérez Brockert per Email oder Post anfordern), ausfüllen, unterschreiben und per Post an die Evangelische Reformierte Gemeinde Soest senden.

<< PATENSCHAFTSANTRAG >> und << SPENDENANTRAG >> hier online downloaden und / oder ausfüllen.

Somit wird ihre Spende ganz unbürokratisch von ihrem Konto abgebucht, und ihnen der Gang zur Bank erspart.
Des Weiteren erhalten Paten nicht nur unsere Rundbriefe, sondern darüber hinaus regelmäßige Berichte und Informationen nebst Fotos von Ihrem Patenkind und können so immer mehr von ihm erfahren, von dessen Lebensumständen, Fortschritte und Entwicklungen und vieles mehr.
Schön wäre es, wenn Frau Pérerz Brockert eine Kopie des Antrages erhalten könnte, damit die Paten die entsprechenden Berichte und Bilder zeitnah erhalten.

Sollten sie jedoch weiterhin den herkömmlichen Weg bevorzugen, bitte bei der Spendenausstellung / Überweisung Ihre Adresse angeben bzw. zusenden oder mailen, damit die Spendenbescheinigung an Ihre aktuelle Adresse gesendet werden kann.

HINWEIS FÜR DIE SPENDENBESCHEINIUNGEN 2007:
Da unsere Spendeneingänge über die Konten des Kreiskirchenamtes Soest / Arnsberg laufen, und von diesem auch die Spendenbescheinigungen erstellt werden. wird die Zustellung voraussichtlich im Februar 2008 erfolgen.

Wenn sie (auch) zukünftig aktuelle “Neuigkeiten” per Email erhalten möchten, senden sie uns einfach eine Mail mit dem Stichwort “Newsletter”.

Kontaktadresse:
Marlene Pérez Brockert
Frankensteiner Str. 28
40231 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 98 55 905

Homepage : < www.VIDA-NUEVA.de >

Email-Adresse : < newlife@VIDA-NUEVA.de >

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