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Rundbriefe

Rundbrief Dezember 2008

Düsseldorf, 22.Dezember 2008

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA

Heute ist der 3. Advent und wir (Marlene Pérez Brockert und Ute Scherberich) sitzen zusammen in Lipperode, um die für euch/Sie wichtigsten Informationen über VIDA NUEVA zusammenzutragen. Wir haben uns an diesem Wochenende in Lipperode getroffen, da wir hier an zwei Tagen auf dem Lipperoder Weihnachtsmarkt einen Stand für VIDA NUEVA hatten, an dem wir kunstgewerbliche Dinge aus Perú verkauften und das Zentrum VIDA NUEVA vorstellten. Auch am darauf folgenden Wochenende war unser Projekt wie schon im letzten Jahr auf dem Nicolausmarkt vom 4.12.-7-12.2008 in Neuss vertreten. Dort haben uns einige ehemalige Volontärinnen unterstützt, wofür wir uns in diesem Brief ganz herzlich bedanken möchten.

Die größte Neuigkeit ist sicher für die meisten von euch/Ihnen, dass wir einen gemeinnützigen Verein namens “Hilfe für VIDA NUEVA e.V.” zur Unterstützung von VIDA NUEVA gegründet haben. Nach 15 Jahren sind wir nun den Kinderschuhen entwachsen und stehen auf eigenen Füßen. In die größeren Schuhe müssen wir vielleicht noch etwas hinein wachsen, aber der erste Schritt ist getan.
15 Jahre lang haben wir unser Spendenkonto über die Ev. Reformierte Gemeinde in Soest, die uns nach wie vor ganz eng verbunden ist, eingerichtet. Wir haben aber auch mit den Jahren, in denen das Projekt und die finanzielle Verwaltung zunehmend größer wurden, das Kreiskirchenamt zunehmend mit Arbeit belastet. Die Buchungen und Spendenbescheinigungen nahmen einen großen zeitlichen Rahmen ein, die Kontoverwaltung zwischen Marlene in Düsseldorf und dem Kreiskirchenamt in Soest war organisatorisch nicht einfach. Und so glauben wir, dass wir nach 15 Jahren nun unsere Organisation- auch die finanzielle – alleine in die Hand nehmen müssen. Am 31.08.2008 haben wir dann mit 7 Personen einen gemeinnützigen Verein gegründet, in dem Frau Ute Scherberich-Rodriguez den 1. und Frau Marlene Pérez Brockert den 2. Vorsitz übernahmen. Herr Harald Siebke, Vater einer ehemaligen Volontärin des Zentrums und Rechtsanwalt hat mit uns die Formalitäten zur Vereinsgründung und Erstellung einer Vereinssatzung durchgeführt, sodass wir recht schnell ins Düsseldorfer Vereinsregister eingetragen wurden. Herr Siebke, selber Gründungsmitglied, wird uns weiterhin in rechtlichen Fragen beraten. Wir haben bereits bei der Sparda-Bank West eG in Düsseldorf um die Einrichtung eines Spendenkontos ersucht, müssen aber noch auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt warten. Sobald das Konto dann eingerichtet ist, werden wir euch/ Ihnen die Kontoverbindung mitteilen, sodass ihr/Sie die Spenden dann auf das neue Konto überweisen könnt/können. Sollte die Umstellung nicht gleich bei euch/Ihnen erfolgen, werden die Spenden, die für VIDA NUEVA bei der Ev. Reformierte Gemeinde in Soest eingehen, auch weiterhin an uns weitergeleitet. Zukünftig werden dann, nach Anerkennung der Gemeinnützigkeit, Zuwendungs- bzw. Spendenbescheinigungen für die Spendenbeiträge von unserem Verein ausgestellt.
An der inhaltlichen Arbeit und der Organisation von VIDA NUEVA ändert sich aber damit nichts. Die Spendengelder werden nach wie vor ausschließlich für das Zentrum verwendet und nicht für Verwaltungsaufgaben. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Somit hoffen wir auch weiterhin auf euer/Ihr Vertrauen in unsere Arbeit.

Nun aber zu den Neuigkeiten im Zentrum selber.
Im März wurde mit einem Erweiterungsbau begonnen, der im Januar fertig gestellt werden soll (Fotos finden sich auf unserer Homepage). In diesem Gebäude befindet sich dann eine neue Küche sowie eine Aula, die für verschiedene Zwecke genutzt werden soll. Es handelt sich um einen Raum, indem bis zu 120 Personen Platz finden können. Für den Unterricht soll er für die Tanz- und Sportstunden genutzt werden, ferner für die Elternversammlungen und Informationsveranstaltungen, sowie auch für gemeinsame Veranstaltungen und Feste für alle Schüler/innen. Weiterhin wird er als Werkstätte genutzt, in der einige Schüler/innen eine handwerkliche Tätigkeit im Sinne einer beruflichen Arbeit erlernen sollen.
Mit Beginn des neuen Schuljahres hat eine neue Psychologin, Frau Fanny Monge, ihre Arbeit im Zentrum aufgenommen. Sie hat zunächst alle Kinder neu diagnostiziert und für das beginnende Schuljahr in


entsprechende Leistungs- und Fördergruppen eingeteilt. Zudem bietet sie einzelnen Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten Verhaltenstherapie an, bereitet jüngere Kinder, die noch nicht so lange still sitzen und in einer Lerngruppe arbeiten können, auf die Einschulung vor und leitet inzwischen eine Frühfördergruppe. Zudem hat sie eine Teamleitung übernommen, in der sie in wöchentlichen Gesprächen mit allen Lehrern/Lehrerinnen und Therapeuten/Therapeutinnen Wochen- und auch längerfristige Therapie- und Förderpläne erstellt und abspricht sowie evaluiert.
Zudem kommt nun eine weitere Klasse ins Zentrum. Es sind Kinder aus einem nahe liegenden Waisenhaus, die aufgrund ihrer Situation Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen und somit nicht in eine Regelschule gehen können. Lixia Rodríguez, ebenfalls neu im Team, unterrichtet und fördert diese Kinder. Hierfür erhält VIDA NUEVA allerdings staatliche finanzielle Unterstützung.
Somit haben wir nun über 80 Kinder, die im Centro betreut und unterrichtet werden.
Auch in diesem Jahr waren wieder durchgängig Volontärinnen im Zentrum, die über ihre Erfahrungen und Arbeit auf unserer Homepage regelmäßig berichten (wer weitere und stets aktuelle Informationen möchte, kann auf unserer Homepage www.VIDA-NUEVA.de sich anhand dieser Berichte und aktuellen Fotos informieren). Erfreulich ist, dass wir unter den Volontärinnen auch inzwischen regelmäßig Ergotherapeuten/innen haben, sodass im Zentrum das Förder- und Therapieangebot entsprechend erweitert werden konnte.

Diese erfreulichen Entwicklungen in unserem Zentrum VIDA NUEVA sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die schon stets sehr schwierige finanzielle Situation in Perú mit der Finanzkrise der Industrienationen sich weiterhin verschärft hat und noch verschärfen wird, wie in allen anderen lateinamerikanischen Ländern auch. Die Auswirkungen der momentanen weltweiten Finanzkrise machen sich in Perú noch unmittelbarer und deutlicher bemerkbar durch fast tägliche Preiserhöhungen der Grundnahrungsmittel und Brennstoffe, sowie der Produkte des täglichen Lebens. Das Wirtschaftsministerium hat vorausgesagt, dass die Inflation zum Ende des Jahres auf 9,3 % steigen wird.
Der Präsident Alan García hat erklärt, dass die peruanische Wirtschaft aufgrund der Krise für einige Monate mit strenger Hand geführt werden muss, es dann aber eine Reihe von Veränderungen geben wird. Niemand kann voraussagen, was in der Zukunft geschehen wird. Das peruanische Volk weiß nur, dass der Präsident sein Wahlprogramm für das Jahr 2011 vorbereitet hat und damit Versprechungen macht, die unmöglich sind. Die meisten glauben, dass keine Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse getroffen werden und das keine gemeinsamen Lösungen mit den APEC-Staaten (21 Staaten der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation) erfolgen, wie diese Staaten im November in Lima in einer gemeinsamen Erklärung versprachen.
Insbesondere die Bereiche Gesundheit, Bildung und Erziehung sowie Belange der Menschenrechte bleiben dabei im politischen Handeln auf der Strecke. Somit sind insbesondere private Initiativen noch mehr gefordert, Missständen in diesen Bereichen entgegenzuwirken. Für unsere Schüler/innen und deren Familien bedeutet die momentane Situation, dass sie sich noch stärker um die allernötigsten Dinge des Lebens wie Essen, Wohnen, Kleidung sorgen müssen, sodass immer weniger finanzielle und zeitliche Ressourcen für die Familie und ihre sozialen Bedürfnisse, so auch die Förderung und Integration der behinderten Kinder, vorhanden sind. Somit werden auch die Lehrer/innen und Therapeuten/Therapeutinnen sich noch mehr neben der pädagogischen Aufgabe in der Schule den sozialen Problemen der Familien wie Ernährung, Gesundheitsvorsorge und medizinische Versorgung widmen müssen.
Auch auf uns wird weiterhin viel Arbeit zukommen mit den vielfältigen Aufgaben, die mit der neuen Vereinsgründung und der Organisation der Finanzierung sowie Arbeit im Zentrum verbunden sind. An dieser Stelle aber möchten wir uns wieder einmal ganz herzlich bei all denjenigen bedanken, die uns auch im letzten Jahr durch ihre Spenden, Mitarbeit u.a. Unterstützung wie das Sammeln von Spenden anlässlich einer Feier, beim Kaffee- und Kuchenverkauf an der Schule von Frau Scherberich-Rodríguez, durch persönlichen Einsatz vor Ort oder in anderen Städten und vieles mehr geholfen haben.
Ihnen allen wünschen wir eine schöne Adventszeit, in der auch wirklich Momente der Ruhe und Besinnung zum Tragen kommen, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das kommende neue Jahr.

Mit herzlichen Grüßen

Marlene Pérez Brockert Ute Scherberich-Rodríguez

Spendenkonten:

Ev. Ref. Gemeinde Soest
Kreiskirchenkasse Soest
KD-Bank eG.
Bankleitzahl : 350 601 90
Konto-Nr. : 200 556 50 25


Kennwort: VIDA NUEVA (UNBEDINGT ANGEBEN !!)


Spenden- und/oder Patenschaftsanträge

Der 2007 von uns eingerichtete Service zur Vereinfachung von Spendeneinzahlungen bleibt natürlich erhalten. Sie können auch zukünftig die (überarbeiteten) Spenden- und/oder Patenschaftsanträge von unserer Homepage herunter laden (oder bei Frau Pérez Brockert per Email oder Post anfordern), ausfüllen, unterschreiben und an unsere Kontaktadresse per Post senden.

<< PATENSCHAFTSANTRAG >> und << SPENDENANTRAG >> kann man jetzt hier online downloaden und / oder ausfüllen.

Somit wird ihre Spende ganz unbürokratisch von ihrem Konto abgebucht, und ihnen der Gang zur Bank erspart.
Des Weiteren erhalten Paten nicht nur unsere Rundbriefe, sondern darüber hinaus regelmäßige Berichte und Informationen nebst Fotos von Ihrem Patenkind und können so immer mehr von ihm erfahren, von dessen Lebensumständen, Fortschritte und Entwicklungen und vieles mehr.

Sollten sie jedoch weiterhin den herkömmlichen Weg bevorzugen, bitte bei der Spendenausstellung / Überweisung Ihre Adresse angeben bzw. uns zusenden oder mailen, damit die Spendenbescheinigung an Ihre aktuelle Adresse gesendet werden kann.

Hinweis für die Zuwendungsbescheinigungen 2008:
Da unsere Spendeneingänge noch über die Konten des Kreiskirchenamtes Soest / Arnsberg laufen, und von diesem auch noch die Spendenbescheinigungen erstellt werden. wird die Zustellung voraussichtlich im Februar 2009 erfolgen.

Wenn sie (auch) zukünftig aktuelle “Neuigkeiten” per Email erhalten möchten, senden sie uns einfach eine Mail mit dem Stichwort “Newsletter”.

Kontaktadresse:
Marlene Pérez Brockert
Frankensteiner Str. 28
40231 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 98 55 905

Homepage : < www.VIDA-NUEVA.de >
Email-Adresse : < newlife@VIDA-NUEVA.de >

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