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Rundbrief Januar 2015

Düsseldorf, 11.Januar 2015

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA

Nach einer Pause von genau 4 Jahren werden wir in diesem Jahr wieder freiwillige Helfer aus Deutschland begrüßen können. Unser Plan ist es diesmal, die Freiwilligen über eine renommierte Organisation oder Programme wie “Weltwärts” oder “Hacia el Mundo” des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu gewinnen. Das Programm “Weltwärts” existiert seit 2008 bis heute und hat bereits mehr als 20.000 jungen Menschen ermöglicht, in den verschiedensten Ländern Projekte zu unterstützen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter < www.weltwaerts.de >
Die Pause lag vor allem daran, dass wir uns hauptsächlich auf das Fertigstellen der Behindertenholzwerkstatt konzentriert haben, die durch die Schmitz-Stiftung finanziert wurde. Dieses Projekt beinhaltete nicht nur die Erweiterung des Gebäudes, sondern auch den Ankauf der Maschinen, die Verträge mit den Lehrkräften, die Entwicklung der Lehrpläne und das Stipendienprogramm für die besten Schüler der benachbarten Sekundarschulen in unserem Bezirk Santa Clara.
Unmittelbar danach begannen wir dank der Unterstützung durch die Karl-Böcker-Stiftung mit dem Abriss und Neubau der Küche und der Bäckerei. Inzwischen sind Holzwerkstatt und Küche mit Bäckerei fertiggestellt und die Kinder und Jugendlichen aus VIDA NUEVA haben dadurch in erheblichem Maße mehr Chancen sich weiterzuentwickeln und Dinge in optimaler Umgebung zu lernen. Dafür sind wir sehr dankbar und auch ein bisschen stolz darauf. Allerdings haben wir bislang noch keine Gewinne aus unserer Arbeit erzielen können. Der Grund dafür ist einfach: Die Konkurrenz. Die in VIDA NUEVA individuell hergestellten Möbelstücke sind von hoher Qualität und benötigen lange Verarbeitungszeiten und können somit nicht mit Serienprodukten z.B. aus China konkurrieren.
Mit den Produkten der Bäckerei sieht es ähnlich aus: Bei der Preisberechnung müssen wir nicht nur an die Gehälter des Bäckermeisters und seiner Helfer denken (ein Helfer ist für drei bis vier Schüler notwendig), wir müssen auch die besonderen Herausforderungen unserer Schüler beachten. Schauen Sie sich folgendes Beispiel dazu an: Wenn die Brote aus dem Ofen kommen, werden sie gezählt und unmittelbar auf der Straße verkauft. Hinzu kommen die regulären Öffnungszeiten der Bäckerei, zu welchen weitere im Bäckereiunterricht hergestellte Produkte verkauft werden. Beim Verkauf werden die Schüler immer von ihren Lehrkräften begleitet. Die Lehrkräfte haben dabei als einzige Aufgabe die Kontrolle der Bezahlvorgänge. Aufgrund mangelnder Erfahrung waren zu Beginn die Einnahmen nicht kostendeckend, es gab mehr Verluste als Gewinne. Die Schüler haben zu viele Brote ausgegeben oder zu wenig Geld eingenommen, da nicht richtig gezählt wurde.
Inzwischen entstehen keine Verluste beim Verkauf mehr, dafür ist aber mehr Personal zur Kontrolle der Transaktionen notwendig.
Wir haben die Hoffnung, dass wir zukünftig nicht nur Volontäre/innen mit therapeutischer Ausbildung wie beispielsweise Physio- und Ergotherapeuten beschäftigen können, sondern auch Menschen mit anderen Berufen wie z.B. Tischler, Bäcker, Gärtner etc. die dann in der Holzwerkstatt und Bäckerei etc. arbeiten und wir evtl. auf diese Weise die Kosten für die Gehälter minimieren können. Dies würde uns zumindest dabei helfen, kostendeckend zu arbeiten oder sogar Gewinne zu erzielen Zweifellos ist der größte Gewinn die Verbesserung der Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unsere Schüler. Unsere Schüler können beispielsweise als Helfer in der Tischlerei oder der Bäckerei arbeiten und so dauerhaft finanziell unabhängig werden oder ihre Familien unterstützen.
Nach derzeitiger Planung fängt die erste freiwillige Helferin im Mai 2015 an und wir hoffen, dass danach ähnlich viele weitere Freiwillige wie in den letzten 20 Jahren folgen werden.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein unserer Arbeit war die Ende 2014 erhaltene Genehmigung des peruanischen Gesundheitsministeriums, Nahrungsmittel zu verkaufen. Wir haben dies direkt genutzt, um in der Weihnachtszeit typisch peruanische “Panetones” herzustellen.
Wir haben einige Hundert “Panetones” verkauft. Dabei hat uns ein Interview, welches im Lokalfernsehen ausgestrahlt wurde, sehr geholfen. Dies können Sie unter folgendem Link sehen: < Video Bäckerei >
Zweifellos ist das Kaufen in unseren Geschäften mit einem besonderen Erlebnis verbunden: Unsere Mitarbeiter sind nicht nur die liebenswürdigsten der Welt, sondern sie tanzen und singen für die Kunden während der Öffnungszeiten.
Im April dieses Jahres feiert VIDA NUEVA sein 22.tes Jubiläum. Für einige freiwillige Mitarbeiter
bedeutet das ein ganzes Leben. Für andere Freiwillige, die zu Beginn des Projektes dabei waren, sind 22 Jahre vielleicht das halbe Leben. Mir kommt es so vor, als sei es gerade gestern gewesen, als wir mit individuellen Therapien begonnen haben, in einem einzigen, mit Holzwänden unterteilten Raum, im zweiten Stock einer kleinen, versteckten Seitenstraße in Santa Clara.
Wir hatten fast nichts, außer unserer Jugend, unseren Träumen, unseren Glauben und das wichtigste, Freunde, die uns vertraut haben, Freunde, die uns in all den Jahren unterstützt haben, , unseren Förderkreis und treuen Spender, die Mitglieder unseres Vereins und viele weitere. Ohne Sie wäre nichts, was wir erreicht haben, möglich gewesen. Dafür möchten wir insbesondere Ihnen danken und, wenn auch etwas verspätet, ein glückliches Jahr 2015 wünschen.
An dieser Stelle möchten wir noch auf ein Buch aufmerksam machen: Johanna Wagner war 2009/2010 als Volontärin in VIDA NUEVA. Sie hat damals zusammen mit Christine Golz die schönen Bilder für unseren Kalender aufgenommen.
Wir würden uns freuen, wenn jemand Interesse an dem Buch finden würde.
Für jedes verkaufte Buch erhält das Centro 1 EUR.


Damit verabschieden wir uns mit den besten Grüßen und Wünschen für ein gutes und gesundes Jahr 2015 und einem nochmaligen Dankeschön für eure/Ihre Unterstützung der Menschen in VIDA NUEVA.

Wir hoffen und wünschen uns, dass ihr/Sie uns weiterhin treu bleibt/bleiben.

Marlene Pérez Alvarez


Unsere Bankverbindungsdaten lauten wie folgt:

Hilfe für VIDA NUEVA e.V.
Stadtsparkasse Düsseldorf
Gläubiger-ID : DE71ZZZ00000991486
IBAN : DE29 3005 0110 1005 4222 49
BIC-/SWIFT-Code : DUSSDEDDXXX
Spende für : VIDA NUEVA

Spendenüberweisungen
Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie uns bei den Spendenüberweisungen die aktuelle
Adresse mitteilen, damit die Spendenbescheinigung und der Rundbrief auch tatsächlich ankommt.

Hinweis für die Zuwendungsbescheinigungen 2014:
Die Zustellungen der Zuwendungsbescheinigungen (für Spenden in 2014) wurden bereits in der 3. KW 2015 versandt.

Wenn sie (auch) zukünftig aktuelle “Neuigkeiten” per Email erhalten möchten, senden sie uns einfach eine Mail mit dem Stichwort “Newsletter”.

Kontaktadresse:
Hilfe für VIDA NUEVA e.V.
c/o Marlene Pérez Alvarez
Benderstr. 65
40625 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 98 55 905

Rundbrief zum Download: << Rundbrief Januar 2015 >>

Homepage : < www.VIDA-NUEVA.de >
Email-Adresse : < newlife@VIDA-NUEVA.de >

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