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Rundbriefe

Rundbief Dezember 2015

Düsseldorf, 01.Januar 2016

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA

Dieses Jahr besteht das Centro VIDA NUEVA nun schon seit über 22 Jahren!
Wir blicken gerne zurück auf die Dinge, die wir erreicht haben und sind dankbar für die Beharrlichkeit und Ausdauer derer, die VIDA NUEVA mit ihrer Zeit, mit ihrer Hingabe, ihren Anregungen und natürlich von Anfang an bis heute auch mit ihren Spenden für das Projekt vertrauensvoll unterstützt haben.
Zu Beginn waren wir nur eine Gruppe von drei bis vier idealistischen Akademikern, mit lediglich einem Jahr Erfahrung auf dem Gebiet der Sonderpädagogik, die gerade ihren Abschluss gemacht hatten. Das einzige klare Ziel, das wir vor Augen hatten, war, behinderten Kindern zu helfen, die zudem noch in einem Land geboren wurden, dessen Regierung die (Aus)bildung nicht als eine vordringliche Aufgabe ansieht. Wir wollten behinderten jungen Menschen helfen, deren Familien so arm sind, dass die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse nach Nahrung, Wärme, Kleidung, usw., das Einzige ist wonach sie streben; wo Ausbildung und jegliche Form von Therapie (physisch, pädagogisch, logopädisch, etc.) einen unerreichbaren Luxus bedeuten.

Im Rückblick auf die letzten 22 Jahre haben wir auch und gerade mit deiner/Ihrer Hilfe sehr, sehr viel erreicht. Aus der Erfahrung dieser Jahre und meiner nun langen Zeit hier in Deutschland ist in mir ein großer Traum erwachsen (in Anlehnung an Martin Luther King: ICH HABE EINEN TRAUM).
Ich habe einen Traum, dass wir für unser Centro Mitarbeiter finden, die die positiven Seiten beider Kulturen (Deutschland und Peru) in sich vereinen können:
- Mitarbeiter, die so zuverlässig, verantwortungsvoll, pünktlich, fleißig, diszipliniert und engagiert sind, wie es z.B. in Deutschland mehrheitlich bzw. oft der Fall ist,
- vereint mit den peruanischen Qualitäten und Werten (wie wir sie häufig in meiner Heimat antreffen können) wie beispielsweise Spaß an der Arbeit, Spontanität, Kreativität, Flexibilität, Improvisationstalent, mit Herz bei der Arbeit und trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten das Beste daraus machen können.
Durch diese Mischung hätten wir ein wesentlich höheres Potenzial, die Möglichkeiten des Centros weiter auszubauen, die Qualität zu verbessern und mehr Kinder unterstützen zu können.
Mir ist bewusst, dass dies wohl ein Traum ist, dessen Erfüllung wohl viele Jahre dauern dürfte.
Wir können und werden jedoch (weiter) versuchen, nicht nur im Rahmen der weltweiten Globalsierung, diesem Ideal hier bei uns vor Ort in unserem Centro Stück für Stück näher zu kommen und voneinander zu lernen.

Den Mitgliedern unseres Freundes- und Förderkreises erzähle ich nichts Neues; in vorhergehenden Rundbriefen haben wir bereits einige statistische Angaben gemacht über die Anzahl der Kinder, die wir Jahr für Jahr aufnehmen. Für ein besseres Verständnis würde ich mir wünschen, Sie wären einer unserer Volontäre, wie zum Beispiel Marie-Claire Becker, die einige Zeit mit uns verbracht hat.
Wenn Sie lesen, was sie über ihre Erlebnisse bei der Arbeit für VIDA NUEVA und ihre Zeit in Lima berichtet, werden Sie besser verstehen, was ich meine.
Dank des Berichtes von Marie-Claire Becker, die von Mai bis Dezember dieses Jahres in VIDA NUEVA gearbeitet hat, muss ich Ihnen nicht mehr so viel schreiben.
Im gleichen Maße wie sich mehr und mehr Personen über die Arbeit von VIDA NUEVA informieren, erreichen uns auch mehr Anfragen von Volontären, die bei uns arbeiten möchten. Leider kann das Centro VIDA NUEVA nicht allein von der Freiwilligenarbeit, die von unseren Volontären geleistet wird, bestehen, sondern es sind auch Spenden notwendig, um uns zu unterstützen und eine kontinuierliche qualifizierte Arbeit vor Ort zu gewährleisten..

Ich möchte an dieser Stelle nicht versäumen mich von Frau Katharina Scherberich (Mutter von Frau Ute Scherberich-Rodriguez, 1. Vorstand unseres Vereins) herzlich und mit Liebe zu verabschieden, die dieses Jahr von uns gegangen ist. Sie hat mich von Anfang an, als ich nach Deutschland kam, in ihr Herz geschlossen und war mir stets eine liebe und gute Freundin, die ich sehr vermissen werde.
Bei jedem ihrer Geburtstage, ihrer goldenen Hochzeit wie auch bei der Beerdigung ihres Ehemannes hat sie unser Centro tatkräftig unterstützt und Spenden für die Kinder des Centros gesammelt. Selbst im Rahmen ihrer eigenen Beerdigung war ihr unser Centro wichtig, und sie bat vor ihrem Tod statt Trauerkränze um Hilfe für unser Centro:

Ich vertraue weiter auf Ihre Hilfe, liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA und darauf, dass Sie sich über die Erfolge im Centro VIDA NUEVA, über die Sie durch die Rundbriefe wie diesen informiert werden und die wir nur dank Ihrer beständigen Unterstützung erzielen können, mit mir freuen können.

Damit verabschiede ich mich mit lieben Grüßen und besten Wünschen für ein gutes und gesundes Jahr 2016.

Ich hoffe und wünsche mir, dass ihr/Sie uns weiterhin treu bleibt/bleiben.

Vielen lieben und herzlichen Dank noch einmal an alle! Sie sind und werden immer in unseren Herzen wie auch in denen “unserer” Kinder sein und bleiben!!


Ihre Marlene Pérez Alvarez

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Den bereits von mir erwähnten Bericht von Marie-Claire Becker möchte ich ihnen nun - zumindest auszugsweise - mitteilen. Den kompletten Bericht hier aufzuführen, würde, so glaube ich, den Rahmen sprengen.
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Meine letzten Wochen in Peru
Jetzt sind die 7 Monate hier in Perú fast schon wieder um und ich kann gar nicht fassen wie schnell das ging.
Nicht nur die Zeit hier im Zentrum mit den Kindern hat mich sehr geprägt, sondern auch das Drumherum und vor allem das Reisen.
Letzte Woche habe ich mir nochmal Bilder von meiner Anfangszeit hier angeschaut und mir sind die Tränen gekommen... 7 Monate ist eine lange Zeit und ich habe so unglaublich viel erlebt.
Ich kann mich noch gut an meine ersten Tage hier erinnern, wie schwierig es zunächst war mich an diese andere Welt zu gewöhnen. Mein Spanisch war schlecht, ich hatte keine Ahnung wie ich mich zukünftig in diesem Chaos von Lima zurechtfinden sollte und auch die Arbeit mit den Kindern war was Neues für mich. Doch Stück für Stück und mit Hilfe ganz lieber Menschen hier vor Ort habe ich mich einleben können.
Eine große Hilfe war unter anderem auch die Offenheit und Geduld meiner Kollegen hier im Zentrum.
An meinem ersten Tag hier im Zentrum habe ich gleich alle Kinder und Kollegen kennengelernt, alles war neu und aufregend. Nachmittags waren dann alle weg und ich war erst mal alleine mit meinen Gedanken, den neuen Eindrücken die ich zu verarbeiten hatte. “”Kulturschock”... so nennt man das, wenn man in eine komplett neue Welt kommt und die Eindrücke einen zunächst erst mal überwältigen. Ich hatte mir viel vorgenommen, alleine in ein mir bisher völlig unbekanntes Land, fremde Kultur, fremde Sprache. Ich hatte mich mit meinem Spanisch definitiv überschätzt und das hat mir einiges erschwert.

Jetzt zu meinem Leben im Zentrum
Nach dem es doch einige Zeit gedauert hat die Kinder wirklich kennenzulernen mit ihren Macken und Eigenarten, möchte ich gar nicht daran denken zu gehen. Sie sind mir alle so wichtig geworden und schon während meinen Reisen habe ich sie super doll vermisst.
Es war unglaublich zu sehen wie schnell sich die Kinder in doch relativ kurzer Zeit zum Positiven verändert haben. Und das Dank der tollen Arbeit die hier geleistet wird.
Das ist nicht immer ganz einfach. In der doch kurzen Zeit die ich hier verbracht habe, gemessen an der langen Zeit die das Zentrum schon existiert, hat sich viel verändert. Es ist nicht einfach hier zuverlässiges Personal zu finden, das den doch oft sehr weiten Weg nach Santa Clara täglich auf sich nimmt. Jeder hat sein eigenes Leben, seine eigene Familie und eigene Probleme. Das wurde mir in meiner Zeit hier erst allmählich bewusst.
Meine Kollegin Anghi kommt jeden Tag aus Callao, eine Autofahrt von ca. 1 ½ Stunden. Sie ist Psychologin und hat dieses Jahr ihr Examen gemacht. Sie ist für die Aula mit den Kindern im Alter von ca. 6 bis 10 zuständig. Mit ihr hatte ich am meisten zu tun während meiner Zeit hier im Zentrum. Wir haben in der Aula 3 Kinder mit Downsyndrom, 3 mit geistigen und teilweise körperlichen Beeinträchtigungen und ein Mädchen mit Criduchat-Syndrom. Jedes der Kinder mit ganz individuellen Fähigkeiten die gefördert werden müssen. Zudem hat jedes der Kinder seine ganz eigenen kleinen Ticks, die einen echt ganz schön fordern. Anghi hat sich in der ganzen Zeit die ich sie jetzt begleitet habe unglaublich verbessert. Man merkt wie auch ihr die Kinder ans Herz gewachsen sind und das Wohl eines jeden ihr sehr wichtig ist.
Sie ist ganz stolz, dass zum Beispiel Angel mittlerweile seinen Namen schreiben kann, Anali bis 10 zählen kann, Brenda sich nicht ständig auf den Boden setzt und Andrés Zuhause alleine auf Toilette geht. Sie hat in ihrer Zeit hier wirklich super Arbeit geleistet und das merkt man den Kindern an.
Auch zwischen uns hat sich eine Freundschaft entwickelt und so bin ich schon paarmal mit zu ihr nach Hause. Eine schöne Möglichkeit ihr Leben kennenzulernen und zu begreifen, wie anstrengend die Tage doch teilweise sind.
Mirtha, die ich noch als Hilfskraft in der Aula von Anghi kennengelernt habe, ist zurzeit vor allem für die organisatorischen Sachen die anfallen zuständig und hilft in der Aula von Cecilia aus.
Auch sie hat mir durch ihre herzliche und offene Art die Zeit hier erleichtert. Letzte Woche ist sie mit mir auf den Zentralmarkt gefahren um zwei riesen Säcke mit Plastikbällen zu kaufen, damit wir endlich das Bällebad füllen konnten. Und auch diese Woche hat sie mich nochmal begleitet, da ich unbedingt Weihnachtsgeschenke besorgen wollte. Ganz geduldig ist sie mit mir von Stand zu Stand und hat mich beraten und unterstützt. Sie ist definitiv eine große Hilfe im Zentrum. Cecilia bringt mich mit ihren Sprüchen und ihrem Lachen jedes Mal zum lächeln. Sie ist so voller Tatendrang und will immer meine Meinung zu ihren neuen Kreationen wissen, oder aktuell zu ihrem selbstkreierten Weihnachtswunderland.
Sie ist für die Aula mit den älteren Kindern zuständig. Aktuell sind das 10, mit verschiedensten Behinderungen und im Alter von ca. 15 bis 30. 3 der Jungs gehen auch dank ihres Einsatzes regelmäßig in einem der umliegenden Restaurants arbeiten, was sie stets voll Stolz erfüllt. Und auch sonst ist Cecilia stets voll engagiert, sei es beim Fußballspielen im Garten oder beim Basteln in der Aula. Außerdem ist sie ein wahres Verkaufstalent. Wir gehen oft zu zweit oder noch mit einem der Kinder unsere produzierten Alfajores (peruanische Doppelkekse mit süßer Füllung) oder aktuell auch Panetones verkaufen.
Cecilia redet immer voller Liebe von ihren Kindern und bei ihr wird keiner ausgelassen.
Sie bringt auf jeden Fall immer viel Schwung und Freude hier ins Zentrum.
Karen, meine Physiotherapiekollegin hat sich direkt den ersten Sonntag den ich hier in Perú war Zeit genommen, um mir die Innenstadt zu zeigen. Auch wenn wir sprachlich zunächst etwas Probleme hatten, haben wir uns sofort gut verstanden. Sie arbeitet nun seit ca. 3 Jahren im Zentrum und ist in dem was sie tut routiniert und aufmerksam. In den ersten Wochen habe ich vor allem zugeschaut und gelernt. In den darauffolgenden Wochen habe ich sie unterstützt und die Sachen die ich bei ihr gelernt habe auch in meinen Therapien umsetzten können. Vor allem die Arbeit mit Isaac, einem Jungen mit Autismus, war nicht immer einfach. Autismus ist eine sehr komplexe Erkrankung mit verschiedensten Ausprägungen. Ein Geräusch, eine falsche Bewegung kann oft eine Panikreaktion in den Kindern auslösen. Isaac zum Beispiel fängt dann oft an sich zu beißen, zu weinen oder nervös auf und ab zu laufen. Karen kennt die Kinder mittlerweile sehr gut und weiß auf ihre Verhaltensweisen zu reagieren. Sie ist kreativ und nutzt die doch beschränkten Möglichkeiten die sich ihr bieten. Ich habe viel von ihr gelernt und bin ihr sehr dankbar für diese Möglichkeit.
Wer mich während meiner gesamten Zeit hier auch immer begleitet hat ist Willbert. Unser Hausmeister und Mädchen für alles. Dank ihm hatte ich die Möglichkeit Santa Clara besser kennenzulernen. Auf den Fahrradtouren mit ihm gab es immer viel zu sehen. Auch sonst war er immer für mich da und hat mir sogar mal mitten in der Nacht Tee gekocht, als ich mich vor Bauchschmerzen nicht bewegen konnte. Willbert kommt aus ganz einfachen Verhältnissen und hat mich trotzdem so oft mal auf ein Getränk eingeladen, oder mir Obst mitgebracht... Auch wenn ich seine Witze nicht immer verstehe, haben wir immer was zu lachen. Haha... Ihm gebührt auch ein großes Dankeschön!
Es gibt noch viele weitere Personen die zum Leben hier im Zentrum dazugehören und die meine Zeit hier sehr geprägt haben. Dazu gehören zum Beispiel auch Carol, Carmen, Henry und Oscar.
Aber mit die schwierigste Position hier im Zentrum hat definitiv Marcela (Schwester von Marlene Pérez Alvarez), die Direktorin des Zentrums. Sie versucht so oft es geht hier im Zentrum präsent zu sein, was manchmal auch aus persönlichen Gründen nicht ganz einfach ist.
Ihr liegt jedes einzelne Schicksal der Kinder sehr am Herzen und sie ist immer sehr hinterher, dass die Kinder auch regelmäßig zu den Therapien erscheinen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn Zuverlässigkeit ist nicht nur ein Problem seitens der Angestellten, sondern oft auch Seitens der Eltern, aus welchen Gründen auch immer.
Zusätzlich zu dem ganzen organisatorischem Kram im Zentrum, hat sie auch immer versucht noch für mich da zu sein und dafür zu sorgen, dass es mir an nichts fehlt. Das weiß ich sehr zu schätzen, da ich weiß wie viel Stress das oft zusätzlich bedeutet hat.
Das Zentrum ist so ein schöner, friedlicher und gar paradiesischer Ort hier in einem doch armen Stadtviertel wie Santa Clara. Meiner Meinung nach steckt so viel Potential in dieser Einrichtung, leider fehlt es jedoch an Personal das wirklich regelmäßig kann und zuverlässig ist.
Und es gibt noch so viele Kinder die es wirklich nötig hätten. Es wäre so eine tolle Chance für die Kinder und gleichzeitig auch eine unglaubliche Entlastung für die Eltern, wenn die Kinder täglich kommen könnten. Ich hatte auch schon über ein Sportangebot am Nachmittag nachgedacht. Alles tolle Ideen, aber ohne ausreichend Personal das regelmäßig kann und will leider zurzeit nicht möglich ist umzusetzen. Leider würde weiteres Personal (oder auch qualifizierteres Personal mit mehr Berufserfahrung, Motivation und Engagement) die finanziellen Möglichkeiten des Centros deutlich übersteigen.
Ich hoffe, dass sich im nächsten Jahr Personen finden, die voller Tatendrang an dem fortbestehenden Erfolg des Zentrums mitarbeiten.
Eine Institution wie das Zentrum “VIDA NUEVA” muss auf jeden Fall weiter unterstützt und gefördert werden. Den Mitarbeitern, den Eltern und vor allem den Kindern zu liebe.
Es ist so schön zu sehen wie sich nicht nur die Kinder diese grüne Oase mit Spielkameraden und Möglichkeiten sich zu entfalten genießen, sondern auch der Austausch unter den Eltern ist ganz wichtig. Ein Kind mit einer Behinderung zu haben ist nicht leicht. Und wenn man dann noch die hier vorherrschenden Bedingungen beachtet, kann man vielleicht annähernd nachvollziehen wie schwer es sein muss. Ich habe den größten Respekt vor all diesen Elternteilen und sie haben jede Unterstützung verdient.

Zusammenfassend über meine Zeit hier
Ich habe unglaublich viel dazugelernt. Nicht nur über Peru, oder die Kultur hier, sondern vor allem über mich selbst. Wer ich sein möchte und was für mich wichtig ist im Leben.
Wenn ich was gelernt habe in Peru, dann ist es, sich nicht allzu viel zu beschweren oder zu beklagen wenn es einem mal schlecht geht, sondern die Dinge in die Hand zu nehmen und das Beste draus zu machen. Und natürlich geht nichts über die Familie!
Für mich hatte Peru nicht nur schöne Erlebnisse parat, aber auch für die negativen Erfahrungen bin ich dankbar, da ich durch sie gelernt habe. Peru ist ein Land der krassen Gegensätze, vor allem Lima. Es gibt die super reichen Stadtviertel wo Leute mit sehr viel Geld im Luxus leben, und es gibt die absolut armen Stadtviertel, wo die Leute ohne Dach über dem Kopf oder fließend Wasser leben (müssen).
Für mich war es teilweise wirklich hart zu sehen unter welchen Bedingungen die Menschen hier leben. Und es hat mich immer wieder aufs neue fasziniert, dass obwohl die Leute nicht viel haben, immer offen und freundlich sind und einen einladen.
Rein beruflich gesehen haben sich meine Vorstellungen nicht erfüllt, dennoch war die Zeit hier definitiv eine Bereicherung für mein Leben. Mein Spanisch ist mittlerweile so gut, dass ich ohne Probleme Gespräche zu fast jedem Thema führen kann und meine Salsamoves haben sich auch verbessert. Also alles in allem, Erfolg auf ganzer Linie!
Ich habe mich mittlerweile an das Chaos, den Schmutz und die Lautstärke gewöhnt. Das wird sicher eine wahnsinnige Umstellung wieder zurück in Deutschland. Ich liebe es, dass es in den Bussen eigentlich immer Musik gibt, ich liebe es über den Markt zu laufen und das voller Leben erfüllte Gewusel zu erleben.
Ich freue mich einerseits sehr auf meine Familie, meine Freunde und gewisse Annehmlichkeiten die man in Deutschland so hat. Dennoch habe ich auch Angst zu gehen. Angst davor wie es sein wird wenn ich im Flugzeug nach Hause sitze, unwissend wann ich zurückkommen werde.
Aber ich bin mir ganz sicher ... Ich komme zurück!
Danke, danke, danke für diese unglaubliche Zeit!!!
Ich würde es immer wieder so machen.
Danke an Marcela, an alle meine Kollegen, an alle die mich in meiner Zeit hier begleitet haben und auch an Marlene und ihrem Ehemann Dieter in Deutschland.
Diese Zeit werde ich niemals vergessen.
Diese wundervolle Zeit in diesem wundervollen Land Peru.
Wer noch mehr wissen möchte oder selbst überlegt als Volontärin nach Peru zu kommen...
Schreibt mir einfach. In Kürze folgen auch noch ganz viele tolle aktuelle Bilder vom Zentrum und den Kindern.

Liebste Grüße wünscht euch
Marie-Claire

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Spendenüberweisungen
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Adresse mitteilen, damit die Spendenbescheinigung und der Rundbrief auch tatsächlich ankommt.

Hinweis für die Zuwendungsbescheinigungen 2015:
Die Zustellungen der Zuwendungsbescheinigungen (für Spenden in 2015) wurden Ende Februar 2016 versandt.

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Kontaktadresse:
Hilfe für VIDA NUEVA e.V.
c/o Marlene Pérez Alvarez
Benderstr. 65
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Tel.: 0211 / 98 55 905

Rundbrief zum Download: << Rundbrief Dezember 2015 >>

Homepage : < www.VIDA-NUEVA.de >
Email-Adresse : < newlife@VIDA-NUEVA.de >

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