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Rundbrief Februar 2018

Düsseldorf, 19.Februar 2018

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA


Ich möchte meinen Rundbrief heute mit einer kleinen Geschichte beginnen:
Vor einigen Jahren entschieden sich Eltern, Ihren Sohn “Unglaublich” zu nennen. “Unglaublich” war ein gesundes Baby, dessen Entwicklung in allem ganz normal verlief. Als er in die Schule kam, war er ein unauffälliger Junge, ein Kind wie jedes andere mit einer kleinen Ausnahme: seinem Namen. Weil er den Namen “Unglaublich” trug, wurde er das Opfer von Spott und Hohn seiner Mitschüler, später seiner Kollegen und vieler Menschen, die seinen Namen erfuhren. Sie machten oft ironische und verletzende Bemerkungen darüber. “Unglaublich” heiratete und hatte zwei Kinder. Er führte ein normales Leben. Als er älter wurde, wurde er sterbenskrank. Und vor seinem Tod bat er seine Frau, dass sie seinen Namen “Unglaublich” nicht auf den Grabstein schreiben möge, damit sich die Menschen nicht noch nach seinem Tod über seinen Namen lustig machten. Als er starb, ließ seine Frau folgendes als Inschrift auf das Grab schreiben: “Hier ruht der Körper eines Mannes, der seine Frau von Herzen liebte und ihr in 60 Ehejahren immer treu blieb” Jeder, der dies las, sagte: “Unglaublich”
Diese Geschichte erinnert mich daran, wie oft wir uns nicht darüber im Klaren sind oder schätzen, was wir oder andere im Laufe des Lebens erreichen und schaffen. Wir erfahren Situationen, die uns normal erscheinen, die aber in den Augen anderer unglaublich erscheinen. An die oben geschriebene Geschichte erinnere ich mich genau in dem Moment, in dem ich diesen Brief für unseren Freundeskreis schreiben muss, an unsere Spender, unsere ehemaligen Volontäre und speziell an jene, die das Zentrum VIDA NUEVA als ihr Zentrum, als ihre Mission und eine Möglichkeit betrachten, etwas Gutes zu tun.
Aber was kann ich schreiben, was unsere Leser nicht wissen oder was sie nicht auf unserer Homepage gelesen haben im Laufe von fast 25 Jahren?
Ich kann z.B. über all das schreiben, was uns in den ganzen Jahren als völlig normal erschien, was aber tatsächlich unglaublich ist:
Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Projekt wie VIDA NUEVA von Anfang an Menschen findet, die an uns glaubten, die bereit waren, für dieses Projekt Zeit zu opfern, ihre Kenntnisse, ihr Engagement und ihr Geld einzubringen, um unglaubliche Dinge zu ermöglichen wie die folgenden:
Wenige Jahre nach seiner Gründung war es VIDA NUEVA möglich, ein Haus zu kaufen ohne ein eigenes Kapital zu haben und es innerhalb eines Jahres abzubezahlen. Wer hat dies ermöglicht? Natürlich Sie.
Über 25 Jahre konnte VIDA NUEVA Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachförderung für Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung und aus ärmsten Verhältnissen anbieten. Das ist auch unglaublich. Wer hat dies ermöglicht? Natürlich Sie.
Dank zweier deutscher Stiftungen konnte ein kleines und unbekanntes Projekt wie VIDA NUEVA, eine Schreinerei und eine Bäckerei installieren. Auch das ist durch Sie möglich geworden.
Die Liste der unglaublichen Dinge, die wir erreicht haben, ist lang und am Ende steht für mich immer die Frage, wer hat dies ermöglicht: es waren unsere Freunde und Unterstützer aus Deutschland, es waren Sie.
Aber es wäre nicht fair und gerecht wenn ich nur Sie oder Euch benennen würde. Einige Menschen haben sich besonders über all die Jahre eingebracht. Denn hinter dem Wort SIE sind die Namen von unglaublichen Menschen, die bei weitem das Maß des Normalen übertroffen haben. Und in diesem Moment muss ich Menschen wie Frau Ute Scherberich erwähnen, deren Eltern sie mit dem Vornamen Unglaublich hätten taufen müssen. Ich kann nicht alles nennen, was unsere gute Freundin Ute Scherberich-Rodriguez bis heute für das Centro VIDA NUEVA getan hat und noch immer tut. Wenn ich das täte, würde ich eine Menge Seiten dafür brauchen und Sie, Sie würden ein paar Stunden benötigen, um diesen Rundbrief zu lesen.
Einigen dieser Freunde, die sich in besonderer Weise engagiert haben und sich mit dem Zentrum besonders verbunden fühlen, möchte ich besonders danken: Es sind Ute Scherberich, Andrea Wagner, Ute Schunkert, Cordula Miehlich und ihre Familie. Aber auch allen Volontären, die sich vor Ort engagiert haben, den Mitgliedern, die sich in unserem kleinen Verein eingesetzt haben gilt Dank und Anerkennung. Dieter Brockert, Maximiliane Zwanzig-Siebke und ihrem Vater Harald Siebke, Thilo Kowalski, Dagmar Ohlwein und Katharina Roggemann haben mit ihrem Einsatz die Vereinsarbeit ermöglicht. Sie alle haben “Unglaubliches” geleistet und “Unglaubliches” ermöglicht.
2018, 25 Jahre nach der Gründung des Zentrums VIDA NUEVA und fast 10 Jahre nach Gründung des Vereins sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass VIDA NUEVA seinen eigenen Weg gehen kann. Das kleine Projekt ist aus den Kinderschuhen gewachsen und soll nun unabhängig von der finanziellen Abhängigkeit aus Deutschland seine Aufgaben erfüllen. VIDA NUEVA wird weiter existieren und ein Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sein. Die Situation in Peru hat sich verändert, es gibt inzwischen auch Möglichkeiten für viele Kinder mit Behinderung, in die staatlichen Schulen zu gehen. VIDA NUEVA hat sich deshalb den veränderten Umständen und Gegebenheiten angepasst und sich mehr auf die notwendigen individuellen Therapien spezialisiert. Das Zentrum wird nach wie vor auch für die Menschen da sein, die zu den Ärmsten der Armen zählen. Aber es hat Möglichkeiten entwickelt, auf finanziell eigenen Füßen zu stehen und wird seine Möglichkeiten und sein Potential in dieser Richtung weiter entwickeln.
Wir haben uns mit dieser Entscheidung sehr schwer getan und uns ein Jahr Zeit genommen, über diese Entscheidung nachzudenken. In dieser Zeit haben wir mit Marcela, die das Zentrum vor Ort leitet, intensiv geplant, wie es auch ohne unsere finanzielle Hilfe weitergehen kann. Wir sind gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass der Zeitpunkt nun gekommen ist und VIDA NUEVA eine Zukunft als unabhängige Institution hat.
Wir bleiben dem Zentrum tief verbunden und werden auch weiterhin Kontakt halten und die Entwicklung verfolgen. Dennoch heißt es für unseren Freundeskreis Abschied zu nehmen in der Form, dass wir uns als gemeinnütziger Verein zum Ende des Jahres auflösen. Bis dahin nehmen wir die Spenden auf unserem Konto entgegen und werden sie wie gewohnt an das Zentrum weiterleiten.
Jeder Abschied bedeutet auch einen neuen Anfang, einen Anfang, in dem ein gewisser Zauber liegt. Wir wünschen allen Menschen in VIDA NUEVA weiterhin alles Gute und ein gutes Gelingen.
Unseren Freunden sei am Ende dieses Briefes noch einmal herzlich gedankt für die treue Unterstützung.

Marlene Pérez Alvarez

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Hinweis für die Zuwendungsbescheinigungen 2018:
Die Zustellungen der Zuwendungsbescheinigungen (für Spenden in 2017) wurden Ende Februar 2018 versandt.

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Rundbrief zum Download: << Rundbrief Februar 2018 >>


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