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Rundbriefe

Soest, 28.November 2001

Liebe Freunde/innen und Unterstützer/innen von VIDA NUEVA,

es ist jetzt genau ein Jahr her, dass wir uns von Frau Marlene Pérez, der Leiterin der Schule VIDA NUEVA nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Deutschland verabschiedet haben. Sicher erinnern sich einige von Ihnen/euch an ihren Besuch und ihre Vorträge.
Inzwischen hat sich im Zentrum wieder viel getan: die vom Staat gespendete industrielle Nudelmaschine ist eingeweiht worden. Nach einem Einführungskurs für die Lehrkräfte durch die technische Universität werden nun mit den Schülern zusammen Nudeln in verschiedenen Farben und Formen produziert. Diese Nudeln werden entweder den Eltern zu einem günstigen Preis verkauft oder zu Mahlzeiten in VIDA NUEVA zubereitet. Marlene hat mir eine Reihe von Bildern zugeschickt, die demnächst im Internet erscheinen werden. Um die Produktion von Nudeln aber zu kommerzialisieren, fehlen ein Absatzmarkt und auch die organisatorischen Möglichkeiten. Vielleicht aber kann dieses Projekt in Zukunft in diese Richtung erweitert werden.
Eine kleine Kaninchenzucht ist ebenfalls begonnen worden. Auch davon konnte ich Bilder bestaunen, die dann auch in der Homepage erscheinen sollen.
Das größte Projekt in diesem Jahr war sicher der Bau neuer sanitärer Anlagen. Ein ganz neuer Gebäudekomplex musste errichtet werden. Den finanziellen Grundstock dazu legten einige Volontärinnen aus Deutschland, die in ihrer Krankengymnastikschule bzw. der Firma eines Vaters Spenden sammelten. Der Rest wurde von den Spenden des Freundeskreises getragen.
In diesem Jahr hatte die Schule VIDA NUEVA wieder zahlreiche Besucher/innen aus Deutschland. Fast ständig waren gleich zwei Volontärinnen vor Ort, zeitweise sogar mehr. Einige konnten in diesem Jahr die Schüler/innen bei ihrer jährlichen Behindertenolympiade unterstützen.
Auch Frau Goldmann, eine Lehrerin der Physiotherapeuten-Schule in Bad Lippspringe, besuchte das Zentrum in den Herbstferien. Ihren Bericht finden/findet Sie/ihr auf der Rückseite.
Frau Goldmann und ihre Schülerinnen haben außer einem Trampolin auch Brillen mitgenommen. Über eine Bekannte hatten wir die Adresse eines Ehepaares, das als Augenärzte und Optiker in Lima arbeitet, und bereit war, die Brillen für die Kinder und Jugendlichen anzupassen. Leider wurden ihnen die dazu nötigen Instrumente und Messgeräte gestohlen, ein leider alltägliches Ereignis in Peru. Nun ist Marlene auf der Suche nach anderen Privatleuten oder Institutionen, die die Brillen kostenlos anpassen.
Bisher ist Frau Pérez durch ihre Hartnäckigkeit und Ausdauer in solchen Dingen immer erfolgreich gewesen, und so wird sich auch früher oder später eine Möglichkeit finden, die Brillen für die Kinder und Jugendlichen zu nutzen.
Die Stadt Soest hat für Öffentlichkeitsarbeit über das Zentrum VIDA NUEVA auch in diesem Jahr wieder Gelder locker gemacht. Im letzten Jahr habe ich davon die Broschüren drucken lassen, die alle erhalten haben. In diesem Jahr soll von einem “Profi” die Homepage überarbeitet und neu gestaltet werden. Ich hoffe, es wird sich nicht mehr so lange hinziehen. Das Problem liegt darin, dass ich nicht immer die nötige Zeit finde, die Informationen zusammenzutragen und die Bilder auszuwählen etc. In die Homepage soll auch ein Link zu “Neuigkeiten” aufgenommen werden. Hier sollen kurze aktuelle Notizen erscheinen. Es wäre schön, wenn die Volontärinnen nach ihrem Aufenthalt relativ schnell einen kleinen Bericht dafür schreiben würden oder während ihres Aufenthalts einmal Neuigkeiten mitteilen würden. Vielleicht hat ja auch sonst noch jemand eine Idee, was auf die Homepage soll.
In diesem Jahr veranstalten mehrere von Ihnen/euch Aktionen vor Weihnachten zu Gunsten von VIDA NUEVA. Ich habe den Eindruck, dass der Besuch von Frau Pérez noch einmal besonders die Notwendigkeit deutlich gemacht hat, dieses Projekt zu unterstützen. Unser Freundeskreis finanziert nach wie vor fast allein diese Schule. Und so bedanke ich mich auch im Namen unserer Freunde und Freundinnen in Peru für Ihre/eure Hilfsbereitschaft und Unterstützung. Dies gilt sowohl für die finanzielle Unterstützung als auch für den persönlichen Einsatz und die Hilfe im Zentrum selbst und nicht zuletzt die Öffentlichkeitsarbeit, die geleistet wird.

Ich wünsche Ihnen/euch allen eine ruhige und schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

Eure/Ihre Ute Scherberich-Rodriguez.

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