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20.März 2001

Bericht von Steffi und Gaby

Nachdem Gabriele und ich im September 2000 unser Examen bestanden und uns nun staatlich anerkannte Physiotherapeutinnen nennen dürften, flogen wir am 4. August 2000 nach Lima.
Den Beschluss, für 4 Monate im Centro Vida Nueva zu arbeiten hatten wir natürlich schon viel eher gefasst. Über einige Umwege hatten wir von der Einrichtung erfahren und setzten uns dann zunächst mit Frau Ute Scherberich in Verbindung. Durch ihre Erzählungen konnten wir uns ein genaueres Bild von den Umständen und der Situation in Peru machen. Alsbald traten wir dann auch mit Frau Pérez Alvarez in Kontakt, die sich dann recht schnell meldete um uns mitzuteilen, dass wir herzlich willkommen seien.
Nun begannen also die Vorbereitungen für unseren viermonatigen Aufenthalt. Dabei waren die Ratschläge, Informationen und Tipps, die wir von Natalija und Claudia, den damaligen Volontärinnen, per Email erhielten, eine große Hilfe.
Schön war, daß wir Frau Pérez Alvarez vor unserer Abreise noch kennen lernen konnten, da sie sich ja derzeit in Deutschland aufhielt.
Gabriele hatte durch eine Spendenaktion der Pfadfinder in Brilon einen Betrag von 4.415.- DM erhalten, den wir nun mitnehmen konnten, um ihn dem Zentrum zur Verfügung zu stellen. In den ersten Tagen, in denen wir doch ein wenig vom Jetlag und Heimweh zu kämpfen hatten, standen uns Natalija und Claudioa hilfreich zur Seite. Da Marlene ja nicht da war, erklärten die beiden uns den Ablauf im Centro, zeigten uns Lima und wiesen uns in das Verkehrssystem ein, was uns wohl zunächst am stärksten abschreckte.
Wir lebten uns aber sehr schnell ein, wozu vor allem Senor Victor und das gesamte Team des Centros beitrugen. Uns wurde ein Arbeitsraum zur Verfügung gestellt, in dem wir nun die Kinder therapierten, was eine regelmäßigere und häufigere Behandlung zur Folge hatte. Da selbstverständlicher einiges an Therapiematerial fehlt, obwohl wir einen Pezziball und einige Igelbälle mitbrachten, war Improvisation und Kreativität gefordert. Natürlich halfen wir auch bei sonstigen anfallenden Arbeiten, wir z. B. der Vorbereitung der Olympiade und des Weihnachtsfestes oder bei der Herstellung von Kopien mit.
Um unseren Therapieraum kindgerechter zu gestalten, bemalten wir die Wände mit Janoschfiguren.
Im Januar unternahmen wir eine Reise durch das Land, wobei wir auch ein paar Tage in Bolivien verbrachten. Beide Länder sind wunderschön und wir stellten mit Schrecken fest, dass der Zeitpunkt unserer Rückreise immer näher rückte. Wir begannen zu bereuen, nicht gleich 6 Monate für den Aufenthalt veranschlagt zu haben.
Zudem waren nun schon die nötigen Materialien für die Installation neuer sanitärer Anlagen vom Geld der Pfadfinder besorgt worden. Derzeit teilten sich die Jungen und Mädchen noch die Toiletten. Das ändert sich nun und die Kinder werden die Toiletten nach Geschlechtern getrennt benutzen. Auch sollen kleine Toiletten für die Schüler der Inicial, also der Vorschule eingerichtet werden.
Wir wären also noch gerne Zeuginnen der Instandsetzung geworden, bzw. hätten bei diese geholfen.
Am 3.2. 01 verließen wir schweren Herzens das Centro, Santa Clara. Lima und Peru und wohl selten ist uns ein Abschied und die darauf folgenden Zeit so schwer gefallen.

Wir planen bereits unsere nächste Perureise!!

Steffi und Gaby

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