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15.Mai 2006

3.ter Bericht von Denise Lange

Wochenende 21-23.4.06
Am Samstag bin ich nach Pachacamac gefahren, was ca. 2 1/5 Stunden von hier entfernt liegt. Dort befinden sich Ruinen der Incas. Die Fahrt führte mich einmal ganz durch Lima durch. Es ist wirklich unglaublich wie enorm die Unterschiede zwischen den Vierteln sind. Ein Viertel mit vielen Blumen, schönen (reichen) Häusern, und Eins mit halb fertig gebauten oder abrissbereiten Häusern.
In manchen Vierten ist der Unterschied noch größer, dort sieht man schöne und zerfallene Häuser nebeneinander.
Die meisten Häuser besitzen keine Waschmaschine. In diesem Fall wird eine kleine Wanne mit Waschpulver und Wasser gefüllt, und die Wäsche darin gewaschen. Als Hilfe dient ein längliches Holzbrett, wo die Kleidung mir einer Bürste abgeschrubbt wird. Auch hier in ”Vida Nueva” gibt es keine Waschmaschine, das heißt, dieser vorher beschriebene Weg gilt auch für uns Volontäre! Wenn ich daran denke, das meine Oma auch noch so die Wäsche waschen musste... also ich bin danach schon sehr kaputt!!! Und glücklich bald wieder eine Waschmaschine zur Verfügung zu haben...
In Ecuador habe ich noch eine andere Art zu waschen mitbekommen, die Familie in der ich wohnte hatte zwar eine Waschmaschine, aber leider hat dort nicht sehr viel rein gepasst.
Im Garten hatte die Familie einen Steinklotz stehen, wo sich oben an einem Rand kleine runde Öffnungen befanden, durch die nach Hahnaufdrehen Wasser herauskam. Diese Methode ist sehr viel Rückenschonender, als immer die Eimer mit Wasser zu füllen um die Seife aus der Kleidung heraus zu waschen.
Auf der schiefen Oberfläche (damit das Wasser abfließen kann) wurde dann die Wäsche mit der Hand oder einer Bürste geschrubbt!

Pachacamac liegt ca. 20min vom Strand entfernt. Von bestimmten Aussichtspunkten kann man das Meer sehen. Der Eintritt um die verschiedenen Ruinen zu sehen, kostet 5,50soles (1,40Euro). Was sehr schade war, das man nur einen Bereich der Ruinen betreten konnte, die anderen Bereiche werden zum Teil gerade restauriert, und dürfen daher nur von weitem besichtigt werden.

Abends sind Michel und Ich mit ein paar Freunden nach Chaclacayo gefahren, da die Stadt Ihren Gründungstag feierte. Leider war es nicht wie ein Stadtfest bei uns, wo es Sitzmöglichkeiten gibt. Auf einer Bühne spielten einige Bands, und es wurde Getränke und Essen verkauft. Eine Spezialität war das Herz vom Rind. Was ich persönlich nicht probieren wollte, auch wenn Michel meinte, es sei sehr lecker.
So gegen 12Uhr gab es ein kleines Feuerwerk. Der Unterschied zu Deutschland war, das auf Sicherheit nicht so geachtet wurde. Das heißt, die Funken von den Knallkörpern sind zum Teil bis zur Erde runter gefallen, und man musste aufpassen, diese nicht auf die Kleidung, bzw. in die Augen zu bekommen...

Am Sonntag lag ich dann mit Fieber und Durchfall im Bett. Am Montag ging es mir zwar wieder besser, aber die ersten Therapien überließ ich Michel.
Als ich zur Therapie dazustieß hatten wir einen Jungen ”Diego” der von außerhalb kommt, und mit 9Jahren schon einen enormen Plattfuss hat. (hier sieht man unglaublich viele Kinder mit Plattfüssen...) Die Therapie bestand in dem Fall aus Fußgymnastik. Z.B. auf Zehenspitzen, Fersen und Aussenkanten laufen; Strumpf mit den Zehen greifen und übergeben; Igelballabrollungen des Fußes...

Am Dienstag ging es mir über den Tag her gut (mit Durchfall...), leider bekam ich gegen Abend wieder Fieber, worauf ich jetzt Antibiotika zu mir nehme.
Heute am 26.April feierte die Schule ihren 13. Geburtstag!!!
Ich finde es wirklich bewundernswert wie sich die Schule 13Jahre gehalten und immer weiter verbessert hat. Was zum Beispiel der Physiotherapieraum zu bieten hat, ist alles, was sich jeder Physiotherapeut wünscht!
Und wenn ich die alten Fotos im Internet von der Schule sehe, hat sich schon einiges verändert.
Wir bekamen auch ein Schreiben per E-Mail von Marlene (Direktorin der Schule), in dem Sie sich für die Arbeit bedankt die wir machen, und uns ein schönes Fest wünscht.
Heute kamen die Kinder erst gegen 10Uhr. Die, die früher kamen, wurden in die Vorbereitungen miteinbegriffen, wie z.B. Luftballons aufblasen und an einer Schnur im Garten aufhängen. Die Eltern der Kinder hatten die Aufgabe kleine Plakate zu basteln wo ”Herzlichen Glückwunsch zum 13. Geburtstag” draufstand, und diese mit Krepppapier zu umrunden. Letztes Jahr gab es nur ein paar Getränke und sehr wenig Chips.
Dieses Jahr hatte die Schule von den Eltern, die die Möglichkeit haben, 1sol (25cent!!!) verlangt, um Getränke und Essen (Wackelpudding, Popcorn, Chips, Torte) zu besorgen.

(Anmerkung:
Dieses geschah zwei Wochen vorher am Elternsprechtag, damit rechtzeitig entsprechende Geldmittel zur Verfügung stehen um den Jahrestag gebührend feiern zu können.)

Um 11:15 begann das Fest, in dem Karin (eine Lehrerin) eine kleine Rede an die Kinder und Eltern hielt, und dann die Kinder die am längsten an der Schule sind und die, die neu angefangen haben, zu sich holte.
Die längsten sind zw. 8 und 10 Jahren an der Schule.
Danach wurde von den Lehrern das Essen herumgereicht, Musik gespielt, und getanzt. Es haben wirklich alle Kinder und Lehrer und zum Teil auch die Eltern getanzt. Es war eine unheimlich angenehme Atmosphäre!!!
Auf welche Musik die Kinder abgefahren sind, ist Regeton (auch Perreo = Tanz der Hunde... J genannt), und zum Teil Merengue. Uiiii, und die Kinder können sich bewegen,... die Hüfte schwingen... das sieht man bei uns wirklich selten. Wenn man bei uns sagt, das liegt bei denen im Blut, würde ich sagen, das liegt daran, das sie schon von klein auf die Musik hören, uns sich darauf bewegen.

Wochenende, 28.April – 1.Mai
Dieses Wochenende war sehr ruhig, und lang. Durch den 1.Mai, ”Tag der Arbeit”, ist am Montag der Unterricht ausgefallen.
Am Sonntag bin ich mit einem Freund in das Zentrum von Lima gefahren. Es ist wirklich nicht schlecht jemanden dabeizuhaben der sich auskennt, da oft die Strassen nebeneinander liegen, die sicher sind, und die, die man meiden sollte! Bei vielen alten Häusern erkennt man noch schöne Balkone und interessante Baustile, trotz des leider sehr herunter gekommenen Zustandes. Die wohlhabenden Menschen die damals in diesen Häusern gewohnt haben sind in andere Viertel gezogen, und dadurch fehlt das Geld um die alten Gebäude zu erhalten. Leider verliert eine Stadt ohne ihre alten Strassen und Häuser sehr viel von ihrem Stil.

Später sind wir an einer Kirche vorbeigekommen die gerade ein Fest für die ”Maria de Chapi” feierte. An der Pforte der Kirche stand eine Statur dieser Heiligen, und auf einer Bühne spielte eine Gruppe religiöse Lieder. Was ich hier sehr erstaunlich finde, das es für fast jede/n ”Heilige/n” ein Fest gibt. Das kenne ich von Deutschland nicht.
Leider ist es aber oft so, dass, wenn diese Feste gefeiert werden, sich die Leute sehr betrinken.
Als wir in einem Park (”parque de la nacion”) auf einer Bank saßen, kam ein Typ vorbei und beglückwünschte meinen Stadtführer spontan, das er mit mir hier wäre, und wann wir heiraten, bzw. in mein Land reisen???? Mit mir sprach er nur Englisch...

Was ich erfuhr ist, dass vor ca. 300Jahren Teile von Chile, Bolivien, Brasilien, Kolumbien und ganz Ecuador zu Peru gehörten. Peru war in dieser Zeit so groß, das es schlecht von einer Person gleitet werden konnte. Als die Spanier dann nach Südamerika kamen, teilte sich Peru, es entstand Ecuador, die umliegenden Länder wollten mehr Land bekommen, und um Krieg zu vermeiden gab Peru Ihnen dies.
Vor ca. 100Jahren gab es Krieg zwischen Chile und Peru. Chile gewann den Krieg. Die beiden Länder vereinbarten einen Vertrag, das Peru 2 Provinzen an Chile gibt, und sie nach 100Jahren wiederbekommt. Die Zeit ist jetzt um, aber leider will Chile diese jetzt nicht mehr zurückgeben, auch wenn in den beiden Provinzen Umfragen gemacht worden sind, zu welchem Land sie gehören wollen, und so gut wie einstimmig die Menschen wieder Peruaner sein wollten.. Hier bekam ich nur mit, das die Peruaner nicht sehr gut auf die Chilenen zu sprechen sind, habe aber persönlich nie verstanden warum.
Ende Mai finden hier erneut Wahlen statt, es stehen jetzt noch 2 Kandidaten aus, ”Alan” und ”Ollanta”.
Eine Sache die Ollanta will, ist genau dieses Land wieder zurückzufordern, egal ob es dafür Krieg geben sollte!!! Was vielleicht auch den Hintergrund hat, das er den Wehrdienst als Pflicht für jeden Jungendlichen einführen will. Im ersten Moment hört sich das gut an, da die jungen Leute (wie bei uns) den Führerschein umsonst machen können, und auch andere Tätigkeiten umsonst erlernen. Und auch teilweise etwas verdienen würden, und sie ihren Familien damit helfen bzw. unterstützen könnten.
Alan war schon einmal vor ca. 30Jahren Präsident gewesen. Damals war er noch sehr jung, und die Menschen waren nicht so glücklich mit ihm. Es gab damals keinen Zucker und keine Milch, für diese Produkte musste man sehr lange Schlange stehen. Hier ist es normal, das man auch nur 50g Zucker kaufen kann, er wird direkt im Geschäft aus riesigen Säcken abgewogen, das gleiche mit Mehl, Butter, Reis...
In seiner Präsidentenzeit konnte man z.B. nicht nur eine Sache in Lebensmittelgeschäften kaufen, es mussten gleich 5 und mehr sein. Als ich Personen fragte, warum sie ihn wieder gewählt haben, meinten sie, das er damals sehr jung war, und jetzt aus seinen Fehlern gelernt hätte.
Wir werden sehen, was ende Mai hier noch passiert.

4-7.Mai
Diesen Donnerstag entschieden wir uns mal wieder ein Wochenende auf reisen zu gehen. Und so ging es gleich nach dem Unterricht in Richtung Provinz ”Ica”, zur Stadt ”Ica” und weiter zu der Oase ”Huacachina”.
Was ich schon aus Ecuador kenne ist, dass man sich nicht nur für die kleinen Busse an die Strasse stellen kann, auch für die großen Reisebusse gilt dieses Prinzip. Es gibt zwar die festen Busstationen (für die Reisebusse), aber wenn der Reisebus nur halb voll ist, kann es dir passieren, das er alle 15 Minuten anhält, bis auch der letzte Platz besetzt ist,... (die Preise variieren auch sehr, wir zahlten von Lima nach Ica für 5 Stunden 15soles/Person (3,75Euro), ein Pärchen aus Kanada die wir in der Oase trafen zahlten 40Soles/Person (10Euro))
Huacachina ist wirklich ein sehr schönes Fleckchen um ein erholsames Wochenende zu verbringen. Um die
Oase herum sind nur ”Hostales” (kleine Hotels) angesiedelt, das heißt es wohnen auch nur die Personen da, die dort arbeiten. (mir wurde am Wochenende erzählt, das die Oase eigentlich gar nicht mehr existieren würde, und sie vor ca. 30Jahren das Wasser komplett verloren hätte, um die Touristenattraktion aber zu erhalten, bekommt der See durch Pumpen das Wasser von ”Ica”).
An diesem Wochenende habe ich so viel Englisch gesprochen wie in den letzten 4 Jahren nicht!!!! Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hostal ”Casa de Arena”, was von den Übernachtungskosten in Ordnung war (15Soles/Person), aber leider sehr laut und wir mussten uns das Bad mit einem anderen Pärchen teilen. Die Zimmer lagen genau nebeneinander und das Bad in der Mitte. Wenn man jetzt duschen wollte, musste man darauf achten, das Schloss der Tür für das Nebenzimmer abzuschließen, und danach wieder aufzuschließen. Leider vergaßen unsere Nachbarn, dass am nächsten Tag, so dass wir die Dusche und Toilette nicht benutzen konnten...
Wir wechselten gleich morgens in ein anderes Hostal ”Hostal Roche”, in dem wir zwei Betten hatten und ein privates Bad zum gleichen Preis.
Die Preise für das Frühstück waren für peruanische Verhältnisse sehr teuer: 6 Soles (1,50Euro, normal sind um die 2-3 Soles). Von Hostal zu Hostal variierten auch die Zutaten die man für den Preis bekam. In dem ersten Hostal bekam man gerade einen Kaffee und ein Brötchen mit Marmelade, in dem Zweiten bekamen wir 3Broetchen/Person + Marmelade, Kaffe/Tee, gemixten Saft (Papaya + Banane), Rührei und einen frisch gemachten Obstsalat!
Den Freitag verbrachten wir faul am Pool in der Sonne, abends sind wir dann auf eine Düne gestiegen und trafen dort ein Pärchen aus Kanada. Es ist überhaupt nicht einfach einen Sandberg hinauf zu steigen, du machst einen Schritt und ¾ des Schrittes rutscht du durch den Sand wieder zurück... aber es hat sich gelohnt, von dort oben hatten wir eine super Aussicht auf die Oase und die darum liegende Wüste und Sanddünen. Wir genossen mit einer Flasche Wein dann zu viert den Sonnenuntergang!!!
Um danach dann barfuss die Sanddüne im Zick-Zack herunter zu rennen.

Der Sonntag begann nicht anders als der Samstag. Normal bin ich nicht so begeistert von Orten, wo sich die Touristen nur so tummeln. Aber die Gespräche die man mit den Menschen hat, sind doch sehr interessant. Wir trafen ein Pärchen aus der Schweiz, die schon seit 11Monaten auf ihrer Weltreise unterwegs waren. Die Reise fing in Indien an, über Nepal..., Tibet,... Laos,... Thailand,... Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, und von Brasilien soll es wieder zurück in die Schweiz gehen.
Wir haben bestimmt 6 Personen getroffen die sich auf Weltreisen befanden...
Das einzigste Programm was es in der Oase gibt, ist das ”Sand-boarding”. Um ca. halb 5 waren wir dann mit einem Wagen (mit Volkswagenmotor) in die Wüste unterwegs. Es ist ein sehr komisches Gefühl wirklich nur noch Sand um sich zu haben, soweit das Auge reicht...
Den ersten Stop machten wir an einer kleinen Düne, von dort aus wurden dann die Bretter herausgeholt, die Füße daran festgeschnallt, und dann ging es möglichst im Zick-Zack und ohne im Sand zu landen die Düne bergab. Ich lag ca. 10x im Sand (auf dem Bauch, Knien, Rücken,...). Die 2.te Düne lag mir am besten, dort bin ich nur 1x hingefallen... bei der 3.ten sollte der Führer ein Video machen, aber leider sieht man mich nur stehen und im Sand liegen und nach vorne rutschen...
Bevor es die Düne heruntergeht, wird auf die Rückseite der Bretter Wachs geschmiert, bei der Letzten und größten Düne langte das Wachs nicht aus,... das heißt das letzte Stück lagen wir alle im Sand.
Der letzte Stop wurde noch gemacht, um den Sonnenuntergang zu betrachten. (war aber nicht so schön wie die Nacht zuvor)

An diesem Abend beschloss ich spontan, nicht wie geplant einen ruhigen Sonntag mit Ausschlafen und Rückfahret nach Lima zu haben, sondern um 5Uhr morgens aufzustehen, und um 5:30 in einem Bus nach Pisco – Paracas zu sitzen, und die ”Islas Ballestas” zu besichtigen,... von diesen Inseln wird gesagt ”Galapagos para las pobres” (Galapagos für die Armen).
In Pisco sah ich auf 10Turisten 1Peruaner... es wurde nur Englisch gesprochen,...
Auf dieser Tour bin ich in die erste Touristenfalle geraten. Wir sind, bevor wir auf das Boot sind, zu der Autobesitzerin gefahren um ein Frühstück einzunehmen, was wir erst hinterher erfuhren war, dass das Frühstück nicht im Preis mitenthalten ist...
Es hieß am Anfang das man mit dem Boot 3 Stunden unterwegs wäre,... am Schluss waren es 1 1/2 Stunden!!!
Durch das frühe Aufstehen und das Frühstück haben die Wellen meinem Magen schon etwas zugesetzt...
Die Aussicht auf die Inseln war bombastisch,... so viele verschiedene Vögel (z.B. ganz viele Pelikane) auf einem kleinen Felsen,... Pinguine und so viele Seeroben (die können ganz schon laut sein...).
Auf einem Sandfelsen war eine Figur im Sand. Sie wurde anscheinend von Außerirdischen erstellt, da der Sand sie nicht verdeckt und die Form durch darunter liegendes Metall nicht verschwindet???
Auch wird gesagt, das, wenn Fischerboote nachts rausfahren, an dieser Stelle oft Lichter sehen, und Runde ”Flugzeuge” mit Lichtern (UFO’s)...
Um halb 5 bin ich müde wieder in ”Vida-Nueva” angekommen.

Montag 8.-11.5.06
Am Sonntag ist Muttertag, hier in Südamerika wird er sehr groß gefeiert. Die Mütter bekommen eine Seite in der Zeitung... es wird Werbung im Fernsehen über Geschenke,... ”Witz-Werbungen” gebracht... Am Sonntag ist die ganze Stadt rot mit Luftballonherzen, rote Kerzenherzchen,... Plakate... Ich bin schon gespannt wie das wird.
Die ganze Woche bastelten die Kinder in ihren Klassen Geschenke für die Eltern, z.B. eine Karte mit einem Handabdruck der Kinder,... oder Schachteln mit einem Stoffherzchen drinnen...
Am Donnerstag kamen die Kinder mit ihren Müttern so zw. 10 und 10:30, das Muttertagsfest begann dann so um 10:45 mit einer kleinen Muttertagsrede von Karin und Jim. Jede der Mütter bekam ein kleines Tütchen mit einer kleinen Karte zum Muttertag, einem Schokoladenherz (die Schokoladenherzchen haben die Kinder in der Klasse von Olga die letzten Wochen gemacht, das Herz hatte eine Karamell-/ Erdnussfüllung) und einem Zettel mit einer Nummer darauf.
Dann begannen kleine Spiele mit den Müttern:
1.Spiel: die Mütter mit den Nummern 1+2+3+4+5 (12 Mütter) bekamen jeweils 1 Stück Papier mit einem Wort darauf. Immer 4 Wörter zusammen ergaben ein Sprichwort! Die Gewinnergruppe bekamen jeweils eine kleine gebastelte Schachtel, die Schokoladenherzen enthielt.
2.Spiel: 2 Mütter mit der Nummer 9 mussten Äpfel mit einem Messer um die Wette schälen. Die Mutter die als erstes fertig war, bekam den Gewinn (immer die Schachtel mit Schokoladenherzen). Das gleiche mit den 2 Müttern der Nummer 8.
3.Spiel: ”Reise nach Jerusalem”
4.Spiel: ”Modell” laufen, 4 Mütter mit den Nummern 6 +7 mussten sich nacheinander einen Hut, Schal und eine Sonnenbrille aufsetzen und ein Stück damit laufen. Danach entschieden die sitzenden Mütter und Kinder durch ihren Applaus wer gewann.
Zwischen den Spielen brachte jede Klasse noch eine kleine Darbietung. Die Kinder aus Lidias Klasse bekamen Instrumente (kleine Trommeln, Rasseln) und spielten diese zu einem Lied. Karins Klasse und Vickys Klasse sangen ein kleines Lied für die Mutter und Olgas Klasse brachte ein kleines Gedicht dar. Nach der Darbietung bekamen die Mütter die gebastelten Geschenke der Kinder.
Der Abschluss war eine Kleinigkeit zu Essen: ”Papas a la Huancaina”, Kartoffeln auf einem Salatblatt/Stück Ei mit einer Soße aus Keksen, Milch, Wasser und Feta-Käse.
Was ich sehr schön fand, das alle Eltern bei den Spielen mitgemacht haben. Ich weiß nicht ob eine
50-jährige Mutter bei uns z.B. die Reise nach Jerusalem mitgespielt hätte.
Ich weiß aus meiner Kindheit, das wir in der Grundschule auch noch kleine Kärtchen und Kleinigkeiten gebastelt haben für unsere Mütter. Aber das es ein kleines Fest für die Mütter in einer Schule stattfindet, hab’ ich in Deutschland noch nie gehört. Eine Lehrerin erzählte mir das sie ihrer Mutter einen Mixer kaufen wolle. Ich meine, das man der Mutter so etwas zum Geburtstag schenkt ist normal, aber zum Muttertag...

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