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26.Juni 2006

5.ter Bericht von Michael Hielscher

Saludos desde Peru a Alemania !!! (24.06.2006)

...ho wie hat’s mich erschreckt, als ich vorgestern auf den Kalender geschaut hab und gesehen hab, dass ich schon wieder dran bin, aber so geht’s mir ja jedes Mal und deswegen möchte ich jetzt auch gar nicht weiter doll ausholen... !
Wie geht es Euch?
Ich hoffe, “todo bien” und Ihr könnt nun die WM und das ersehnte schöne Wetter genießen, Juhuuu wir sind im Viertelfinale, doch leider kommt hier nicht so viel von der Stimmung rüber die Ihr in DL spüren werdet, hier lief grad das Spiel gegen Schweden um 10 Uhr am Samstag, eigentlich für mich ein bisschen zu früh, aber wir ( Lea, Julia und ich ) wollten die 11 ja siegen sehen.
Ach in unserem Zimmer war ja noch ’ne Deutschland-Flagge, die ziert nun für die Zeit der WM auch das Haus, allerdings Richtung Garten, ich hoffe Ihr habt nichts dagegen, aber für die Stimmung..!
Aber ich will nun auch nicht die ganze Zeit über die WM und ihre Auswirkungen schreiben.
Also, was ist hier so passiert ?
Ja, Denise ist nun letzte Woche am Montag wieder nach Deutschland zurückgeflogen und kann nun wieder den Luxus der Waschmaschine genießen, dafür ist nun Julia gekommen und ich bin nun mit 2 Mädchen/Frauen auf dem Zimmer, eine Situation die kein Peruaner versteht und dabei immer nur grinsend mit dem Kopf schüttelt und mir dabei noch auf die Schultern klopft.
Aber es klappt gut mit den beiden und ich denke wir werden uns gut verstehen.

Seit ich meinen letzten Bericht geschrieben habe, hab’ ich gar nicht so viel Zeit im Zentrum verbracht, da ich ja meinen ersten kleinen Urlaub hier in Peru hatte.
Ich musste ja nun Peru verlassen, um mein Visum über weitere drei Monate zu verlängern, das hat auch alles gut geklappt und so bin ich dann gleich am selben Tag noch nach Peru zurück und hab mich für ca. 4 Tage in Mancora erholt, puuh da war es vielleicht heiß, hab’ da noch einen Österreicher kennen gelernt und so haben wir uns dort eine schöne Zeit gemacht.
Danach, am Sonntag bin ich Richtung Huaraz, aber da auf der Strecke von Chimbote nach Huaraz uns 3- mal der Reifen geplatzt ist und wir somit eine Verspätung von ca.4 h hatten und ich schon 20 h auf der Reise war, so bin ich dann in Caraz ausgestiegen und hab dort erstmal Rast für einen Tag gemacht.
Von dort aus die echt malerischen Seen Llanganuco angeschaut und mich einfach von der atemberaubenden Kulisse der Berge ... beeindrucken lassen, ich bin ja nun keine Bergziege und zieh für gewöhnlich immer das Meer den Bergen vor, aber diese Landschaft, Wooww die war echt sehr schön und ich dachte es könnte nicht besser werden.
Irrtum !
Am selben Abend fuhr ich dann noch nach Huaraz und hab mich gleich nach einem Lama-Treck informiert, denn das wollte ich ja machen, allerdings gibt es bloß eine Agencia die Trecks mit Lamas anbietet, die dann ausfindig gemacht, ich am selben Abend noch mit dem Chef getroffen, Preis vereinbart und am übernächsten Tag sollte es nun losgehen.
Alles klar!
Und DAS sollte ein richtig schönes Erlebnis werden, vorher hab’ ich immer einen Bogen um Pferde gemacht, doch mein Führer hat das gar nicht so gesehen und hat mir mal eben in Windeseile das Reiten erklärt und...es ging, aber auf diesem lethargischen Gaul, vielleicht auch kein Kunststück.
Ich war auch sehr froh, darüber, dass ich reiten konnte, denn die Luft wurde mit der Zeit auch sehr dünn. (der Pass ging bis auf 4.700m hoch)
Doch die Landschaft, man macht sich kein Bild, lang gezogene Täler und an deren Ränder schneebedeckte Berge, echt wunderschön.
Die Adresse hinterlass ich hier im Zentrum, falls nachfolgende Volontäre auch Interesse haben.
Kurz und knapp --- ein sehr schönes Erlebnis, zum Schluss der Tour hab ich mir dann noch die Ruinen von Chavin angesehen und bin dann noch in derselben Nacht im überhitzten Bus nach Lima zurückgefahren, damit ich hier am Sonntag auch pünktlich zum Vatertag erscheine, auch wenn es mich selber noch nicht betrifft, aber egal, hier meine so genannte Ziehfamilie und ich haben sich sehr gefreut und es gab ja auch genug zu erzählen.

Der Montag darauf war auch sehr schön, ich war ja nun auch ausgeruht und wieder "hochmotiviert" für die Arbeit und es war einfach nur zu schön die ganzen Kinder wieder zu sehen.
Und in dieser, der letzten Woche, ist eigentlich auf Arbeit nicht viel Besonderes passiert, Julia war erstmal in den Klassen und so haben Lea und ich zusammengearbeitet.
Wir sind ja nun 3 Therapeuten und so würde ich auch vielleicht gern mal noch ein bisschen in den Klassen hospitieren, wenn es Euch recht ist.

Sorry, viel kann ich heut’ nicht über das Geschehen im Zentrum berichten, aber daran ist ja nun auch ein bisschen mein Urlaub schuld.
Ach ja, grausam ist bloß, dass dies mein letzter 3 Wochen- Bericht ist, aber die Tränen werden dann erst im Abschlussbericht fließen, die spar ich mir jetzt noch.

Ich hoffe, wie gesagt, dass es Ihr wohlauf seid, mir und dem Zentrum geht’s gut, gracias por eso !!

… also lasst es Euch gut gehen und bis bald

Michel

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