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05.August 2006

2.ter Bericht von Julia Pepping

So ist es auch schon wieder an der Zeit - inzwischen sind Ferien im "Centro" und ohne die Kinder ist es hier richtig ruhig. *smile*
Das letzte große Ereignis war der Elternsprechtag, an dem die Eltern über aktuelle Anliegen der Schule und von einer Krankenschwester über Hygiene, Körperpflege und Essverhalten, ect. informiert wurden und Lea und ich uns den Eltern vorgestellt haben. Die Lehrer und die Volontäre durften auch ein leckeres Essen der gesamten Eltern genießen. Insgesamt ein sehr schöner Tag, an dem man in Kontakt mit den Eltern kam, und auch die Lehrer bei der vorherigen Besprechung und beim gemeinsamen Essen noch besser kennen lernte.

In der Therapie gibt es Sonnen- wie Regentage.
Schöne Momente haben wir bei Rebecca (Cerebral Parese). Sie konnte in den letzten Therapien die Übungen im Vierfüßlerstand und auch im Kniestand gut kontrollieren und kurze Zeit selbstständig durchführen. Auch mit der kleinen Hilfe eines Handtuchs fiel es ihr leichter zu krabbeln.
Und auch Marnolo (Authist) kam in der Therapie zusammen mit Carlos mehr aus sich heraus. Und wir hatten das Gefühl, das er sich mehr mitteilt als in den vorherigen Therapien.
Bei Luiz Fernando (Cerebral Parese) machen wir kleine Fortschritte. Zu Beginn war er sehr bewegungsarm und lag viel auf dem Rücken. In der Therapie haben wir einen Weg gefunden, wie wir ihn mehr fordern können.
Die Übungen auf dem Pezziball kann er mittlerweile besser umsetzen und kräftigen seine Rumpfmuskulatur.
Unsere Sorgenkinder sind momentan Sadidh (Cerebral Parese) und Yoel (Hemiparese). Sadidh weint immer sehr viel und für uns ist es schwer abzuschätzen wo ihre Schmerzgrenze ist, da sie sich nur schwer ausdrücken kann. Mit Yoel, der oft seinen Kopf durchsetzt ist es in der Therapie schwierig. Wir versuchen momentan, dass er sein betroffenes Bein mehr im Alltag mit einbezieht, z.B. beim Aufstehen oder Hinsetzen, was er, wenn er sich konzentrieren kann und mitmacht, gut umsetzen kann.

Am letzten Schultag vor den Ferien wurde Michel von der gesamten Schule mit Kuchen und Cola verabschiedet. Jim und Vicky haben liebe Worte des Dankes vorgetragen, und auch Michel hat eine kleine Rede gehalten, dass einem schon das ein oder andere Tränchen in die Augen kam.

Mit Stolz kann ich auch noch berichten, dass wir unsere Skepsis überwunden haben: wir haben sie probiert, typische peruanische Gerichte,
"Cuy" (Meerschweinchen) und "Anticucho" (Rinderherz) und es hat uns überraschenderweise gut gemundet! *smile*

So hieß es für uns direkt am letzten Schultag, ab in den Bus. Huaraz, eine Stadt in den Anden (3100m) unser erstes Ziel. Dort verbrachten wir zwei Tage, um uns an die Höhe zu gewöhnen, denn schon bei der Busfahrt habe ich gemerkt, wie deutlich anstrengender es ist die dünne Luft zu atmen.
Am Sonntag begann dann unser eigentliches Ziel, ein 3-taegiger Lama-Treck von Olleros nach Chavìn, zusammen mit Calixto, einem einheimischen Bauern, seiner Tochter, Cladiz, und zwei Eseln, zwei Pferden und zwei Lamas. An diesen Tagen hat man die Anden in all ihrer Vielfalt kennen gelernt-Wiesenlandschaften, steile Aufstiege, gekrönt von weißen Bergspitzen und grüne, saftige Berglandschaften. Ein unbeschreibliches Erlebnis, wie ich es noch nie erlebt habe!
Mittlerweile sind wir wieder im "Centro" und fühlen uns wieder schön heimisch, nur diesmal mit enormem Muskelkater in den Beinen *smile*

Morgen ist die Hochzeit von Jim und Elvira- bin sehr gespannt und lasse mich überraschen und genieße "Fiesta Peruana"...

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