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19.August 2006

3.ter Bericht von Julia Pepping

Drei Wochen vergingen wie im Fluge, und so ist es auch wieder Zeit für einen weiteren Bericht.
Nach zwei genüsslichen Ferienwochen, die wir in den Anden, in Huaraz und am Meer, in Trujillo verbrachten, haben wir wieder schnell in den therapeutischen Alltag zurückgefunden. Und die erste Woche war, wenn ich zurückblicke, eine sehr "gute" Woche. Auch wenn einige Kinder krank waren und die Schule und somit auch die Therapie nicht besuchen konnten, waren wir insgesamt mit den Behandlungen sehr zufrieden! Die Kinder haben gut mitgearbeitet und bei einigen hatten wir den Eindruck sichtliche kleine Fortschritte zu sehen. Was uns nicht zuletzt für die letzten drei Wochen, die wir im Centro noch genießen dürfen, einen schönen Motivationsschwung versetzt und uns natürlich auch in unserem Tun bestärkt hat!

Der zweite Elternsprechtag, den Lea und ich mitbekamen, fand direkt in der Woche nach den Ferien statt. Melanie, die neue Volontärin, die in Karìn’s Klasse aushilft, hatte nun auch die Gelegenheit sich den Eltern vorzustellen.

Mit unserem Sorgenkind Yoel (Hemiparese) sind wir ein kleines Stück voran gekommen. Und auch er schien sichtlich Spaß an unseren kleinen Hindernisparcouren zu haben. So bestanden die letzten Therapien mit ihm nicht wie in der Zeit vor den Ferien hauptsächlich aus Kontaktaufnahme, als vielmehr aus erfolgreichen Übungen, die er mit seiner betroffenen Körperseite bewältigte. Auch wenn er noch immer nicht "pflegeleicht" ist .. wir bleiben am Ball...

Auch bei Sadidh (Cerebral Parese, Tetraspastik) scheint sich in gewisser Hinsicht etwas zu tun; leider war sie nach den Ferien oft krank, doch haben wir in der letzten Therapie eine Art "Quereinstieg" versucht. Da es mit ihr ansonsten eher immer ein kleiner "Kampf" war, da sie sehr viel weinte und teilweise angefangen hatte zu würgen, waren wir in unseren Maßnahmen stark eingeschränkt. Diesmal haben wir aus Sitz mit kleinen, weichen Bewegungen am Rumpf versucht, ihren stark erhöhten Muskeltonus, der ihr doch große Beschwerden zu machen scheint, zu senken. Ein positiver Einstieg nach den Ferien, da sie während der Übung ruhiger und entspannter schien.
Auch soll sie nun einmal die Woche psychologische Behandlung von Sr. Jim bekommen - so hoffen wir in Zukunft auf eine positivere Entwicklung.

Die Therapien von Renzo (Cerebral Parese) verlaufen ohne große Veränderungen. Der Kleine kann sich in diesem Sinne glücklich schätzen, dass er Lucie hat, die selbst eine sechsköpfige Familie hat, und sich täglich um in kümmert, ihn pflegt und dreimal die Woche zur Therapie bringt. Da er immer Probleme mit der Lunge hat, ihm das Atmen oft schwer fällt, liegt unser Schwerpunkt in der Atemtherapie. Doch merken wir in den Therapien deutlich, dass ihm die atemtherapeutischen Übungen sehr gut tun. Währenddessen wirkt er sichtlich ruhiger und seine Atmung wird regelmäßiger und entspannter.
Bei unserem letzten Besuch bei Lucie, hatten wir auch die Gelegenheit uns Renzos Rollstuhl genauer anzusehen. So konnten wir diesen passend für seine derzeitige Körpergröße einstellen, was nicht zuletzt Renzo die Atmung und das Schlucken, Lucie die Pflege etwas erleichtert.

Auch kann ich von einem "Neuankömmling" berichten: die 10-jaehrige Isabel (Downsyndrom), die Karìn’s Klasse besucht, hatte diese Woche ihre erste Therapie. So stand bei ihr zunächst einmal Kontaktaufnahme (Kennen lernen, Vertrauen gewinnen) auf dem Tagesplan. Sie schien großen Spaß an den vielen Spielsachen zu haben, doch wird sie lernen müssen, dass man nicht mit allen Sachen gleichzeitig spielen kann *smile*

Überrascht wurden wir in dieser Woche auch mit plötzlich lauter Musik - der "Tag des Kindes" wurde nachgefeiert! So war der kleine Saal der Schule mit Luftballons geschmückt und die Tische reichlich gedeckt mit jeglichen erdenklichem Knabberspaß! Eine kleine Feier begleitet von Salsarhythmen und Kreistänzen der Kinder...und nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß!!! =)

So brechen auch nun unsere letzten drei Wochen an - dann geht es wieder auf Reisen nach Ecuador und Perú. Doch jetzt genießen wir die Zeit mit den Kindern und natürlich mit der Familie von Rosa und Alberto, die hier im Centro lebt...

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