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Berichte

23.Dezember 2006

1.ter Bericht von Iris Kaier und Stephanie Ach

Wir sind jetzt seit 15.11.06 im Centro. Den ersten Arbeitstag hatten wir allerdings gleich mal frei, weil wegen den damals bevorstehenden Wahlen der Busverkehr lahmgelegt war. Und somit konnten weder Lehrer noch Schüler zum Centro gelangen. Für war das eigentlich ganz angenehm, so hatten wir 4 Tage Zeit unsere neue Umgebung zu erkunden.
In der darauffolgenden Woche haben wir die ersten beiden Tage jeweils in verschiedenen Klassen hospitiert. Das war sehr schön, so konnten wir einen Einblick bekommen was die Kinder in den Klassen vermittelt bekommen, und sehen wie sie sich im Schulalltag außerhalb der Therapie verhalten. Außerdem war es sehr interessant zu sehen wie der Unterricht mit behinderten Kindern in Peru abläuft.
In diesen ersten Tagen haben wir auch erst mal alle Personen kennengelernt die fürs Centro arbeiten- die Lehrer, Jim, Señor Maximo und natürlich Rosa & Alberto und deren Kinder. Das waren am Anfang ganz schön viele Namen die wir uns zu merken hatten!
Den Rest der Woche haben wir gemeinsam mit der vorherigen Volontärin Verena gearbeitet, um uns einen Überblick über die einzelnen Krankheitsbilder und die jeweiligen Kinder zu verschaffen.
Seit drei Wochen arbeiten wir jetzt selbstständig hier. Unsere Arbeit unterscheidet sich schon etwas von der unserer direkten Vorgänger, da wir beide ja mal wieder ”Ergos” sind. Wir haben erst mal damit angefangen unser eigenes Befundschema zu erstellen, und die Kinder danach zu befunden. Da die bisherigen Befunde zwar sehr gut sind, aber nur auf Physiotherapeutische Aspekte abzielen. Bei den vielen Kindern liegt unser Schwerpunkt mehr auf Förderung der Wahrnehmung und der mentalen Fähigkeiten als auf der bisherigen rein körperlichen Therapie. Fast alle Kinder haben gravierende Defizite in der Verarbeitung der Basissinne. So sind bei vielen Probleme im propriozeptiven, vestibulaeren und taktilen Bereich festzustellen. Wobei es bei den meisten nicht nur in einem dieser Bereiche mangelt. Wir versuchen den Kindern in der Therapie möglichst viele von ihnen gesuchte Reize anzubieten um somit ihre Wahrnehmung und deren Verarbeitung zu verbessern. Dabei ist allerdings oft unsere ”Ergo-Kreativität” gefragt, da der Therapieraum zwar sehr gut ausgestattet ist, allerdings mehr den Bedürfnissen der Physiotherapie entspricht.
Wir haben zu den Kindern sehr schnell guten Kontakt gefunden. Da sie alle sehr offen sind und sich immer auf ihre Therapiezeit freuen! Die Arbeit mit den Kindern macht dementsprechend total viel Spaß!!
Und jeden Mittag freuen wir uns schon auf das leckere Essen von Rosa! Die zaubert uns nämlich jeden Tag wieder etwas Neues, Leckeres auf unsere Teller!
Die Wochenenden haben wir bisher damit verbracht Lima anzusehen und ausgiebig zu entspannen. Wir lesen beide sehr viel und genießen die Ruhe hier. Letztes Wochenende hat uns eine Freundin besucht, mit ihr und den Kindern von Rosa & Alberto, Alex, Yeraldin und Elicet waren wir dann u. a. in einem nahegelegenen Zoo. Was uns sehr viel Spaß gemacht hat und vor allem für die Kinder mal eine freudige Abwechslung zum Alltag war. Im Gegenzug waren wir dann am Samstag auf Yeraldins Promocion eingeladen. Das war sehr interessant für uns, da es etwas Vergleichbares bei uns ja gar nicht gibt. Die Mädchen hatten alle richtige Ballkleider an und sahen wie kleine Prinzessinnen aus!
Mittlerweile ist bei uns ja auch schon Halbzeit, da wir ja schon seit 30.09 in Peru sind. Die ersten 4 Wochen haben wir in Cusco verbracht, und anschließend hatten wir noch Zeit zu reisen - Titicacasee, Arequipa, Ica, Pisco, Trujillo, Mancora.
Nächste Woche ist dann auch schon wieder die letzte ”richtige” Arbeitswoche. Am 21.12 findet eine kleine Weihnachtsfeier statt, auf der u.a. wir ein deutsches Weihnachtslied zum Besten geben werden. Danach hat die Schule dann erst mal bis März geschlossen. Wir haben auch 2 Wochen über Weihnachten frei, so können wir noch mal schön verreisen. Ab Januar sind wir dann wieder im Centro, um den externen Kindern einen Therapie ermöglichen zu können.

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