Vida Nueva Logo

Aktuelles

Berichte

31.März 2007

Abschlussbericht von Melanie Sennert

So, jetzt ist meine Zeit im Centro und auch in Perú also endgültig abgelaufen und ich kann noch immer nicht glauben, dass es schon wieder vorbei sein soll.
Habe ich doch so viele schöne, spannende, interessante und herzliche Momente in diesem Land erlebt, dass ich doch wohl noch sehr lange daran denken werde.
Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Ankunft und die ersten Tage im Centro, die ich zunächst sogar mit meinem Vater verbringen durfte, der mich anschließen auf unserer dreiwöchigen Reise durch das Land begleitet hat. Doch bis es mit dem Reiseabenteuer Perú richtig losgehen konnte musste dann doch noch mal Michael (Hielscher) ran, um uns fleißig mit Rat und Tat und vermutlich auch mit jeder Menge Geduld bei der Planung zur Seite zu stehen. Durch seine Hilfe wurde die Reise aber doch noch zu einem unvergesslichen Ereignis, nicht zuletzt auch für meinen Vater, der freundlicherweise in den ersten drei Tagen im Centro übernachten durfte.
Gracias an dieser Stelle noch mal von meinem Vater, nicht zuletzt auch an Michael.
Nach der nächtlichen Ankunft und einem kleinen Zwischenstop an den Essensständen in Santa Clara, in deren Genuss wir ohne die rechte Ermutigung von Michel vermutlich nicht so schnell gekommen wären, fielen wir dann allerdings doch von Müdigkeit getrieben ins Bett. Doch lange habe ich es am nächsten Morgen dort nicht ausgehalten. Zu groß war einfach die Neugier noch etwas vom Schulalltag und dem Treiben im Centro, bei Sra. Rosa und in Lima mitzubekommen. So kam es, dass ich aufgrund der Aufregung und Neugier den Jetlag gar nicht bemerkt und stur ignoriert habe. Mein erster Tag in Lima war dann auch sogleich das traurige Aus der deutschen Nationalelf gegen Italien. War doch eben erst die deutsche Fahne aus dem Volontärsfenster gehängt worden, verfolgten nun alle gemeinsam das Spiel am Fernseher in Sra. Rosas Küche. Da die Perúaner anscheinend ähnlich fußballbegeistert zu sein scheinen wie die Deutschen, konnten wir das folgende Spiel Frankreich - Portugal dann unterwegs in Lima immer mal wieder in einer Werkstatt oder Druckerei mit verfolgen und wurden herzlich herein gebeten als wir uns als Deutsche zu erkennen gaben.

Auf Reisen:

Auf unserer Reise durch das Naturparadies Perú habe ich auch wirklich eine Menge gesehen. Angefangen mit einer Woche im Dschungel im Gebiet des Rio Tambopata, das als eines der artenreichsten Gebiete der Welt gilt, war dort gerade mein "Ornithologen-Vater" im 7. Himmel und wir hatte die wunderbare Möglichkeit sofort in eine neue Welt ohne Strom, Telefon oder warmes Wasser einzutauchen. Einziger Bezug zur Außenwelt war in unserer 5 1/2 Stunden mit dem Boot von Puerto Maldonado entfernten Lodge das alte Radio des Kochs, das wir mitgenommen hatten und vor dem wir uns zum Endspiel der Fußball WM dann auch gespannt in der Küche versammelten. Während des Spiels um Platz drei, Deutschland gegen Portugal, waren wir (und ich bin der Meinung der Tausch war es wert) gerade seit 4 Uhr morgens auf dem Weg zu einer Colpa, einer Salzlecke für Aras, grüne Loris und andere Papageien, an der sich uns ein atemberaubendes Schauspiel bot. Bis zu tausende der kleinen grünen Papageien sammelten sich auf einmal an den Lehmwänden und Bäumen und an die 300 Aras kamen, um die für sie so wichtigen Mineralien aus der Erde aufzunehmen und damit die durch die Nahrung aufgenommenen Giftstoffe zu neutralisieren. Nachdem mit Voranschreiten des Morgens das Spektakel zu Ende ging stellten wir fest, dass unser Boot, mittlerweile waren wir fast an der bolivianischen Grenze und ohne Funk, ein erhebliches Problem mit dem Motor hatte. Nach einem kleinen Schreck nahmen wir unser Frühstück schließlich am Fluss ein und wollten vor der Hitzen in den Fluss flüchten, obgleich wir ein paar hundert Meter weiter flussabwärts Kaimane gesehen hatten und unser Guide uns berichtete, dass es im Fluss auch Piranhas gäbe. Als er uns aber erklärte, dass das Baden an dieser Stelle ungefährlich sei, konnten wir uns nicht mehr zurück halten. Während unserer Nachtausflüge, Flussfahrten um Kaimane zu beobachten oder den Wanderungen um den Urwald zu erkunden, sahen wir nach und nach Taranteln, einen Tapir, Capvaras, Tukane, Hoazin, herrlich schimmernde Schmetterlinge, Frösche, allerlei kleines Getier, Affen, Geier und eine Vielzahl anderer Vögel wie Kolibris. Nachts war es nie still aber stets pechschwarz. Als ich allerdings von zwei Kakerlaken geweckt wurde, die von meinem Bauch aus meinen Hals hinauf in mein Gesicht und die Mundgegend krabbelten, wünschte ich mir gaaaanz schnell den Lichtschalter anmachen zu können.

Da wir im Dschungel kaum Moskitostiche hatten bekam ich in Cuzco dann die Bettwanzen gratis dazu. Dort besuchten wir die Stadt und die in der Umgebung liegenden Ruinen und wurden mit einer Fülle von Informationen geradezu überschüttet. Hier alle Sagen, Rituale und Gebräuche der Inka, und deren Geschichte zu erwähnen würde nie zu einem Ende führen. Während ich hoch fasziniert umherjagte, ächzte mein von der Höhenkrankheit geplagter Vater bereits nur noch hinter mir her. Am nächsten Tag kam es dann zum zweiten Highlight dieser unvergesslichen Reise. Machu Pichu. Den atemberaubenden Anblick kann man, so glaube ich gar nicht beschreiben. Schon die Fahrt mit einem der wenigen Züge in Perú führte durch eine unglaublich schöne Landschaft, von dessen Anblick man sich in die Vergangenheit, oder zumindest in ein Freilichtmuseum zurück versetzt fühlt. Leider hatten wir nicht die Zeit und mein Vater wohl auch nicht die Kondition zumindest zur Hälfte den Inka Trail zu wandern. In den folgenden Tagen fuhren wir durchs Valle Sagrado, das heilige Tal und entlang des Rio Urubamba. Unterwegs machten wir auch Halt an einem Laden für Alpakakleidung, wo wir über die vielen Qualitätsunterschiede zwischen den Wollsorten aufgeklärt wurden.

Von Cuzco aus ging es per Nachtbus nach Arequipa, der weißen Stadt.
Zwischenstation war jedoch auch einen Tag lang Puno, die kleine am Titicaca See gelegenen Stadt mit wunderschönen Ausblicken auf den höchsten schiffbaren See der Welt und den größten See Südamerikas, dessen anderes Ufer bereits zu Bolivien zählt. Unterwegs plagte diesmal jedoch mich die Höhe und zwar in Form starken immer wiederkehrenden Nasenblutens. Glücklicherweise wurde ich von den Busbegleiterinnen aber sehr nett umsorgt und mit getränkten Wattebäuschen versorgt, die die Blutung stillten und bekam reichlich Coca Tee eingeflößt. Arequipa bot uns quasi über Nacht ein völlig anderes Bild als das verhältnismäßig grüne Cuzco und vor allem als die flache grüne Hölle des Tieflandes am Tambopata, reichten doch kleine Ausläufer der Atacama Wüste bis hier her. Die Landschaft hier war steinig und bergig, vor allem auch staubig und von kargen Sträuchern und Kakteen geprägt. Von Arequipa aus unternahmen wir eine Tour zum Canon de Colca und zum Cruz del Condor, auf der sich vor unserem Auge endlose Weiten, über 6000 m hohe, schneebedeckte Vulkane und große Herden der Vicunas ausbreiteten. Eine der tiefsten Schluchten der Welt zu sehen war schon sehr beeindruckend und auch die bis zu 50 Kondore, die auf einmal über uns kreisten waren faszinierend. Ein Paradies für meinen "Ornithologen- Vater". Für Ihn sind wir dann auch einen Tag ans Meer und an einige kleine Lagunen gefahren um Seevögel zu beobachten. In Arequipa selbst fand ich vor allem das Monasterio Santa Catalina wunder schön. Nur aufgrund des Anblicks der bunten Gassen und Häuser, der Ruhe und der Idylle, die dieser Ort ausstrahlte hätte ich mich dort ewig aufhalten können um in Gedanken zu schwelgen. Anschließend ging es aber doch noch weiter ins Museum Santuario de los Andinos um uns die Eis-Mumie der Juanita anzusehen. Am Abend nach einem mehrgängigen und sehr leckeren Menü in den Arkaden der Plaza de Armas fuhren wir dann zur Busstation und auf den Weg nach Pisco. An einem der vorherigen Tage probierten wir auch herrlich zartes Alpaka Filet und Cuy (Meerschweinchen) und es hat widererwartend gut geschmeckt.

In Pisco und der Umgebung verbrachten wir die letzten Tage unserer Reise ganz entspannt. Auf einer Tour mit einem Taxi, das wir für den ganzen Tag zu einem Spot-Preis samt Fahrer gebucht hatten, fuhren wir durch den Nationalpark und die umliegende Wüste mit ihren Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise der großen Felskathedrale im Meer und einem kleinen Museum. Einen Tag lang ging es mit einem Boot raus an die Islas Ballestas, das Galapagos des Armen Mannes. Dort konnten wir trotz des, für die Küste in den Wintermonaten von Juni bis September üblichen, Nebels neben Unmengen von Seelöwen, Pelikanen, Tölpeln und einigen Humboldtpinguinen auch die wunderschöne Perúseeschwalbe beobachten. An einem der letzten freien Tage haben wir an der Küste sogar eine kleine Gruppe Delphine gesichtet. Während unserer Wüstentour hatten wir dann auch das Glück, in den Genuss zahlreicher Fischspezialitäten in einem winzigen Fischerdorf auf einer Halbinsel in der Wüste zu kommen. Neben reichlich Ceviche bekamen wir dann auch endlich einmal die Möglichkeit den so gepriesenen Pisco Sour zu probieren. Neben der nicht alkoholischen Inka Kola wohl das Nationalgetränk der Perúaner, obwohl seit einiger Zeit auch die Chilenen, vermutlich zu unrecht (allein schon als Perúfreund muss ich das hier sagen, da seit einiger Zeit ein heftiger Streit deswegen entbrannt ist) Anspruch darauf erheben Erfinder dieses Getränks zu sein. Nachdem es uns in Pisco so gut gefallen hatte verzichteten wir auf die Nazca Lines und fuhren zurück nach Lima. Von dort aus flog mein Vater auch zwei Tage später zurück nach Deutschland und für mich begann nicht nur eine wunderbare Zeit im Centro und in Perú, sondern auch direkt die zweiwöchigen Ferien.

Diese nutzte ich dazu, endlich meine alte Freundin Carla zu besuchen, die ich während ihres Aufenthaltes als Au-pair Mädchen in Deutschland kennen lernte und die mich eingeladen hatte ihre Familie und den “peruvian way of life” kennen zu lernen. So packte ich wenige Tage nach meiner Reise mit meinem Vater bereits wieder den Rucksack, kaufte mir ein Busticket und ging über Nacht zum ersten Mal selber auf die Reise. Dieses mal nach Trujillo, die Stadt des Frühlings. Die Wiedersehensfreude war riesig und nach einer überschwänglichen Begrüßung widmeten wir unsere ersten Tage der Besichtigung riesiger Ruinenkomplexe in Chan Chan und den Huacas de la Luna y la Huaca del Sol. Diese, vor beinahe 4000 Jahre errichteten Städte und Pyramiden, wurden einst nur aus Lehm und Wasser gebaut und konnten aufgrund der nahezu nie auftretenden und sehr geringen Niederschläge bis heute bestehen. Fasziniert haben mich hier vor allem die feinen Zeichnungen und Bilder auf den zum Teil bis zu 8m hohen Lehmwänden, die aller Witterung zum Trotz bis heute überdauert haben. Selbst Details wie Farbe und Gesichtszüge, die in die Wände eingearbeitet wurden, sind noch zu erkennen. Nach dem um diese Zeit doch noch nicht so richtig sommerlichen Klima im Süden Perús und vor allem in Lima, schien hier schon mächtig die Sonne, die uns sogleich nach Huanchaco Beach lockte, einem der schönsten Strände um Trujillo. Das Museum des Senor de Sipan in Lambayeque mit seinen reichen Goldschätzen und seinen bis zur Entdeckung unberührten und kompletten Grabbeigaben durfte auf der Liste natürlich auch nicht fehlen und war seinen Besuch wirklich wert. Die restliche Zeit haben mir Carla und ihre Familie, vor allem auch ihr Cousin Jorge, Trujillo und das Nachtleben gezeigt. So konnte ich meine ersten Salsa Versuche dann auch dort in einem der vielen Salsa Clubs machen. Allerdings verschlug es mir auch sogleich die Sprache als ich die beiden, die als Kinder mehrere Salsa- Wettkämpfe gewonnen hatten, über die Tanzfläche wirbeln sah. Dank Jorge, der sich nicht nur als sehr guter Tänzer entpuppte sondern auch als hervorragender Lehrer kam ich mir dann aber schnell nicht mehr ganz so komisch vor. Meine letzten Tage in Trujillo waren dann allerdings eher weniger schön, da ich von einer schlimmen Magen – Darm Infektion geplagt wurde und mich Carlas Eltern, beide Ärzte, schon in ein Krankenhaus bringen wollten als sich dann Gott sei Dank doch noch alles zum Guten wendete.
Die gesamte Zeit wurde ich von der Großfamilie (7 Kinder, Tante, Cousin) verwöhnt, umsorgt und unheimlich herzlich aufgenommen. In Deutschland ist mir das noch nicht oft so passiert und ich durfte diese Gastfreundlichkeit die ganze Zeit über immer wieder, auch bei der Familie meines Freundes, in die ich herzlich aufgenommen wurde, erfahren.

Später ging es dann gemeinsam mit Verena auf den so hoch gelobten Lama Treck im Parque Nacional Huascarán bei Huaraz und ich muss sagen: wir wurden nicht enttäuscht.
Kurzerhand hatten wir mehr spontan als wirklich geplant unserer Rucksäcke gepackt und uns direkt nach der Arbeit auf den Weg nach Huaraz gemacht. Dort haben wir dann unseren bereits von Michael, Julia und Lea empfohlenen Treckingführer und seinen zehnjährigen Sohn kennen gelernt, die sich als richtige Bergbauern entpuppten und uns eine wackelige Busfahrt in das entlegene Dörfchen Olleros verschafften. Dort ging es dann nach einem leckeren Frühstück mit seiner Familie los in die wunderschöne Welt der Cordillera Blanca. Calixto (unser Führer), sein Sohn, ein Esel, drei Pferde, Verena und ich machten uns also auf den Weg zu drei tollen Tagen ohne Toilette ( ich litt an Magen- Darm Beschwerden, aber man lernt ja über alles zu lachen), Strom, warmes Wasser oder Bett. Dafür gab es aber einen einzigartig klaren Sternenhimmel, den man in Lima und auch bei uns vergeblich sucht. Und dort ist mir dann auch nach drei Monaten zum ersten Mal aufgefallen, dass der Mond in Perú anders herum am Himmel hängt. Was bei uns ein Klammer auf oder zu ist, erscheint in Perú als Deckel oder Schale. Waschen im kalten Gebirgsbach, und schlafen auf 4700m mit dicker Winterjacke, Lamasocken bis über die Knie und Schlafsack im Zelt nahmen wir für atemberaubende Landschaften, kilometerweite Aussichten und keine Menschenseele weit und breit bereitwillig in Kauf. Bis auf den ein oder anderen urigen Bergbewohner den wir an seiner Chacra trafen blieb das so bis wir in Chavín ankamen um uns dort vor unserer Rückreise die Ruinen anzusehen. Leider litt ich seit meiner Ankunft in Huaraz bereits an sehr starken Magendarm Problemen, so dass wir erst überlegten wieder zurück zu fahren, aber da ich die Tour schon einmal vergeblich geplant hatte wollte ich nicht noch einmal abbrechen und biss mich durch, was sich gerade am ersten Tag als wirklich hart erwies. So verbrachte ich fast die gesamte Zeit auf meinem Pferd, weil ich vor Magenschmerzen und Müdigkeit kaum laufen konnte. Aber selbst diese anhaltenden Probleme konnten meine Begeisterung kaum stoppen, auch wenn ich leider auf einige der auf dem winzigen Gasherd zubereiteten Mahlzeiten verzichten musste. Trotz alle dem kann ich noch immer sagen: Neben dem Aufenthalt im Dschungel und der Besichtigung von Machu Pichu war das für mich eindeutig eines der Highlights meiner Reisen. Auf der Rückreise teilten wir unseren Bus nach Lima dann mit jeder Menge Bergbewohnern und ein paar toten Hühnern, bis wir gerade noch rechtzeitig todmüde aber um ein paar Tage in der Einöde (diesmal ein willkommener Gegensatz zur Millionenmetropole Lima) reicher im Centro ankam um auch sogleich mit der Arbeit zu beginnen, denn es war Montag.

Meine Zeit im Centro:

Zu Beginn meiner Zeit im Centro half ich in Sra. Karins Klasse mit, da ich ja als eine der jüngsten mit 19 noch keine Physiotherapeutin bin, so wie die übrigen Volontäre. Ab September half ich aber in der Physiotherapie, da es Verena als nunmehr einzige Physiotherapeutin nur sehr schwer möglich gewesen wäre alleine mit den Kindern zu arbeiten. Zwar unterscheiden sich der Unterricht und die Therapie in ihren Aufgaben und den Übungen sowie auch in der Anzahl der auf einmal zu behandelnden Kinder, die Schwierigkeiten und Herausforderungen bleiben jedoch dieselben. Man musste einen Weg zwischen Autismus, und Hyperaktivität, Down-Syndrom, Mentaler Retardierung und körperlichen Behinderungen oder den unterschiedlichen Auswirkungen einer Cerebralparese (bei den “Physios” habe ich solche Krankheiten kennen und aussprechen gelernt) finden. Bei einigen hatten wir große Erfolge mit Musik, andere hingegen (Josué) betraten den Raum und schalteten aufgrund ihres Autismus das Radio einfach aus. Tanzen, springen rumalbern, eine Mischung aus Strenge und Spielerei, Tricks und Kniffe von Sra. Karin oder Sra. Vicky, mitmachen und selber machen lassen haben bei all dem geholfen. Und neben alltäglichem Haare raufen und Augenrollen hatten wir immer unseren Spaß und konnten über nahezu alles Lustige und auch weniger lustige oft herzhaft lachen, wobei auch immer einmal Zeit blieb um mit den Kindern rum zu albern oder mit Edith und Yeraldin eine Abnehm- Aerobic- Party mit jeder Menge Gegacker zu veranstalten. So kam es, dass auch ich von Zeit zu Zeit mittherapiert wurde und ganz schön ins Schwitzen kam. Sehr viel Geduld, Selbstbeherrschung, Konsequenz, Optimismus und Kreativität waren in der Arbeit mit den Kindern genauso gefragt, wie ein "über alles lachen können". Vor allem das habe ich neben einer riesen Portion Geduld und Gelassenheit gelernt: Immer noch darüber lachen zu können. Und niemals aufgeben! Häufig erklärt man eine Sache wieder und wieder und wieder nur damit es dann einmal funktioniert und beim nächsten mal schon wieder nicht mehr. Und wenn man dann am nächsten Tag wieder damit anfängt darf man bloß nicht erwarten, dass man dort weiter machen kann wo man aufgehört hat, denn die Konzentrationsfähigkeit der Kinder ist häufig mehr als gering. Das führt dahin, dass bereits winzige Kleinigkeiten, wie man dann aber schnell merkt, neu erlernt für die Kinder riesige Fortschritte bedeuten. Wie stolz ist man dann oft selbst wenn es zum Beispiel Manolo endlich geschafft hat die blauen Papierkugeln auch in die blauen Kreise zu kleben. Für manch einen meiner Vorgänger war das vermutlich das Fernziel, denn selbst das Formen der Papierkügelchen stellt für ihn schon eine wahnsinnige Schwierigkeit da. Man lernt schnell damit umzugehen, dass etwas nicht sofort klappt und ein Fortschritt bei einem selber eventuell nicht mehr sichtbar sein wird, aber wird ein Ziel langfristig verfolgt schafft es vielleicht der Nächste, denn im Umgang mit Behinderten geht es nicht um den eigenen Erfolg, sondern vielmehr um jedes einzelne der Kinder und deren ganz eigenen Fortschritte. So wird man nach all der Anstrengung doch meistens am Ende des Tages mit einem herzhaften "besito" und manchmal auch von Kenyi mit einem "willst du mich nicht nach Hause bringen" belohnt. Na dann hat es sich ja gelohnt!

Zwar sind einige Kinder, wie zum Beispiel Yoel (frühere Volontäre wissen wovon ich rede), der ab und an gerne mal nach einem schlägt, tritt, spuckt oder einen einfach beschimpft gerade in der Therapie alles andere als Schätzchen und verlangen einem eine Menge Selbstbeherrschung ab, doch wecken sie auch den Ehrgeiz selbst bei Ihnen Fortschritte zu erlangen und die gestellten Aufgaben auch durchzusetzen. Haben wir doch am Anfang vergeblich versucht ihm klar zu machen, dass sein heiß geliebter, imaginärer Freund Chavo, der gerade immer in der Therapie und während der anstrengenden Übungen auf einen Plausch vorbei kam, gar nicht existiert. Als das nicht funktionierte, haben wir damit angefangen Chavo einfach hinzunehmen und ihn auch direkt wieder freundlich auf später zu vertrösten und zu verabschieden, wenn er auftauchte. Und selbst dem größten Chaoten ringt man irgendwann etwas Liebenswertes ab, sodass ich am Ende manche Kinder am liebsten mitgenommen hätte. So werden mir auch die beiden "Kamikaze-Kids" Carla und Tamara noch lange im Gedächtnis bleiben. Wir mussten immer herzhaft lachen, wenn die beiden "diablitas", eigentlich winzige, niedliche und total harmlos wirkende kleine Mädchen in zartem rosa und kräftigem Rot, auch gerne einmal gemixt gekleidet, stets ein eingeschworenes Team bildeten und dann ganz unerwartet die wüstesten Schimpfwörter aus diesen kleinen Mädchen mit einem gemischten Blick aus Engelchen und ausgekochtem Lausbub heraus sprudelten. Da musste man sich schon einmal ein freches "apurate - beeil dich" oder ein "puta madre" anhören. Liebend gerne versuchten sie andere herumzukommandieren oder ihre Mitschüler zu verhauen. Aber ihrem Charme konnte am Ende kaum jemand wiederstehen und die beiden waren auch stets gut gelaunt, total aufgedreht und voller guter Ideen für die Therapie. Wenn die beiden teuflisch frechen aber absolut herzigen Mädchen dann einmal wieder ihre lustige Seite auflegten konnte ich mich vor Lachen oft kaum zurück halten und es kam zu regelrechten Wettkämpfen im Trampolinspringen oder Purzelbäume schlagen zwischen uns.
Auch an den kleinen Joseph werde ich wohl noch häufig zurück denken, fing er doch bei meinem Anblick stets sofort bitterlich zu weinen an, näherte ich mich auch nur entfernt beim Spiel im Garten oder um ein anderes Kind aus der Klasse abzuholen. Trotz bitterlichen Weinens kam er aber immer mit zu uns in die Therapie, beruhigte sich dort auch bald und legte sogar ein schelmisches und fröhliches Lächeln auf als er endlich gelernt hatte einen Ball zu fangen. In den kurzen Pausen zwischen zwei Patienten kam dann oft Edith von Liebeskummer geplagt zu uns und zeigte uns stolz ihren Liebesbrief, den sie von Oscar erhalten hatte. Ich erinnere mich noch gut daran wie sie eines Tages zu mir kam und aufgeregt erzählte sie hätte ein Geheimnis und ich dürfe es niemandem sagen. Und dann erzählte sie mir, dass sie Oscar einen Liebesbrief geschrieben habe und er ihr daraufhin ein Armband gebastelt hat und sie küssen wolle und jetzt wisse sie nicht was sie sagen solle. Zu schön war es die kleinen in Schönschrift geschriebenen Liebesbriefchen zu lesen, bei denen sich auch zeigte wie gut einige der Kinder doch lesen und schreiben können und wie gut sie sich in bestimmter Hinsicht ausdrücken.

Das hängt nicht zuletzt mit der aufopferungsvollen Geduld der Lehrer zusammen. Besonders Sra. Karin, in deren Klasse ich mehr als die Hälfte der Zeit arbeitete, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich kenne kaum jemanden der sich mit soviel Zeit, Geduld, Kreativität und Liebe den Kindern widmet und dabei immer Freude und Herzlichkeit ausstrahlt. Morgens brachte sie in der Religionsstunde stets alle zur Ruhe und verinnerlichte bei den Kindern mit wundervoll ausgedachten Rollenspielen, Bildern und Sinnesübungen das Erlernte. Ihr konnte ich mich stets anvertrauen und sie hat mir mit meinem Spanisch sehr geholfen. Selbst am Wochenende nahm sie sich Zeit für mich, aber auch für sozial schwache Kinder ihrer Kirchengemeinde, in der sie sich gemeinsam mit ihrem Mann sehr engagiert. Eine Woche lang besuchte ich mit ihr und ihren "Kirchen-Kids" den Jugend - Kirchentag Lateinamerikas mit tausenden von Jugendlichen aus ganz Südamerika und verbrachte anschließend die Nächte in ihrer Wohnung, wo wir gemeinsam kochten, um nicht den langen Weg nach Hause fahren zu müssen.
Auch Sra. Vicky bewundere ich, wie sie Ruhe und Ordnung in die 14 Kinder ihrer Morgenrunde bringt. Selbst einen Ausflug ins chaotische Zentrum von Lima, wohlgemerkt mit öffentlichen überfüllten Verkehrsmitteln, gemeinsam mit Sra. Olga und mir und insgesamt etwa 20 Kindern scheut sie nicht und hat dabei alles meisterhaft unter Kontrolle. Auch der extrem autistische Sergio, mit seiner Angst vor Menschenmengen, Autos, Hunden, lauten Geräuschen und dem Überqueren von Straßen bekam so, stets an meiner Seite seine Angsttherapie. Immer fröhlich lächelt sie einem von morgens früh bis abends spät entgegen und ist immer für ein Pläuschchen zu haben. Neuigkeiten erfährt man stets von ihr, der liebevollen aber neugierigen und quirligen Ideenfinderin. Mit einem herzlichen und beschwingten "Hello" und einer lustigen Bemerkung konnte ich jeden morgen, besonders wenn ich gerade noch rechtzeitig am Morgen von meinem Freund zurück kam, rechnen. Dieser wurde regelmäßig belächelt und geneckt, wenn er mittags pünktlich mit einem Blümchen im Büro saß oder meine Wäsche wusch.
Sra. Lydia und Sra. Olga habe ich hingegen eher selten gesehen und Zeit um sich ein wenig kennen zu lernen blieb lediglich bei einem Ausflug oder den Teambesprechungen mit Marlene am Telefon an den Tagen der "Escuela de Padres" an denen das Lehrerkollegium gemeinsam mit den Volontären auch immer etwas essen ging.

Neben diesen Informationsveranstaltungen für die Eltern der Kinder fanden regelmäßig auch andere Feste und Veranstaltungen statt. Beispielsweise wurde eine "Chuletada" veranstaltet, an der Fleisch und Kartoffeln gebraten und verkauft wurden. Eltern, Lehrer und das Hausmeisterpaar mussten ihren Anteil an Mithilfe leisten um Geld zu sammeln, von dem die Lehrer dann später Geschenke, auf Wunsch der Eltern überwiegend Kleidung, für Weihnachten kauften, damit garantiert werden konnte dass jedes Kind, vor allem jene aus den ärmerer Familien, zu Weihnachten mindestens ein Geschenk erhält.
Ähnlich funktionierte dies auch mit den liebevoll von den Lehrern organisierten Geburtstagsfeiern. Die Eltern brachten zumeist wundervoll verzierte Torten und Leckereien mit in die Schule, die Aula wurde mit Luftballons geschmückt, Salsa und Kindermusik eingelegt und dann ging "la bomba" los. Eine herrlich fröhliche Partystimmung erfüllte den Raum und die Kinder tanzten was das Zeug hielt auch mit den Volontärinnen. Vom Rhythmusgefühl und Stimmung einiger können wir uns noch gut eine Scheibe abschneiden. Selbst Rosa, ein kleines taubes Mädchen aus Karins Klasse, konnte nicht vom Tanzen abgehalten werden, obgleich sie doch gar nichts hörte. Sie legte ihre Ohren oder ihre Hand dafür ganz nah an die Lautsprecher um die Vibrationen zu spüren oder guckte sich den Rhythmus bei den anderen Kindern ab.

...

Perú in 5 Monaten, das Ende naht:

Nach fast fünf Monaten gab es beinahe jeden Monat eine Besonderheit.
So könnten wir uns ruhig eine Scheibe vom Nationalstolz der Perúaner abschneiden, den ich vor allem im "Mes Patria" im Juli und dem "día de la Patria" am 28 Juli mit der Vereidigung des just in diesem Jahr neu gewählten Präsidenten Alan Garcia, miterlebt habe. Und der Wahlkampf ging eigentlich auch gleich schon in einem Ausmaß weiter, das man für eine Bürgermeisterwahl gar nicht erwarten würde. Öffentliche Veranstaltungen, Umzüge mit Autokorsos, Wände von oben bis unten mit Plakaten und Wahlkampfparolen tapeziert und eigens für die Wahl komponierte Lieder gehören hier anscheinend ganz selbstverständlich dazu. Auch über die für mich erschreckende Vielfalt der Parteien scheint sich hier keiner zu wundern, während bei mir der Eindruck entstanden ist, dass jeder, der es für nötig hält in der allgemeinen Verwirrung und politischen Unsicherheit für noch mehr Chaos zu sorgen, einfach eine neue Partei gründet und sich selbst auch sogleich zum Parteivorsitzenden ernennt.

...

Ein weiterer Mottomonat war für mich der Oktober. Monat der Erdbeben. So saß ich völlig überrascht des Nachts in meinem Bett als mein erstes Erdbeben unter uns vorbei rollte. Während Treppe und Haustür klapperten was das Zeug hielt und ich das Gefühlt hatte alles wackele, saß ich, noch halb in meinen Träumen, versonnen in meinem Bett freute mich meines ersten Erdbebens und überlegte ob es sich jetzt wohl lohne aufzustehen und runter zu gehen. Also weckte ich erst mal meine Mitbewohnerin um ihr von dem "freudigen Ereignis" zu berichten und uns darüber zu beraten. Im Nachhinein ärgerte ich mich natürlich über meine naive Freude, da ich im Ernstfall eines wirklich gefährlichen Erdbebens bei meiner Reaktionszeit vermutlich in ernsthafte Schwierigkeiten geraten wäre und Freude wohl eher nicht die angemessene Reaktion auf ein solches Ereignis, bei dem regelmäßig Menschen ihr Leben lassen, ist und die meisten Häuser, vor allem an den Berghängen hier in Lima, wohl einem echten Beben nicht standhalten würden. Da kam dann wohl doch einmal zuviel das typische Touristenverhalten bei mir durch.
Den ganzen Monat über wachte ich zunächst noch bei den leichtesten, für die Einwohner hier vermutlich kaum spürbaren, Bewegungen auf, gewöhnte mich dann aber schnell daran, dass es hier fast jeden Tag ein kleines Erdbeben gibt. Schließlich befand ich mich ja in einer der seismisch aktivsten Regionen dieser Erde.

Kurz vor meiner zwar um mehr als einen Monat verschobenen Abreise kam der Moment des Abschieds, die "despedida", dann in meinen Augen immer noch zu früh. Monatelang rannte die Zeit mit mir um die Wette. Ich schloss die Kinder, Perú und die Menschen hier mehr und mehr ins Herz und sie mich. Doch irgendwann war er dann da, der Moment. Schnell wurde noch Kuchen gekauft und Gaseosa eingeschenkt, bevor sich alle in der Aula versammelten um Abschied zu nehmen. Die Lehrer und auch Sr. Jim bedankten sich bei mir mit herzlichen Worten und Sr. Jim konnte es nicht lassen beim Gespräch mit den neuen Volontärinnen Steffi und Iris, die ab nun an Verenas und meinen Platz treten werden, zu erwähnen, dass sie sich wohl keine Sorgen wegen ihrer Spanischkenntnisse machen sollen, denn selbst ich, die nun redet als müsse sie eine bestimmte Anzahl an Wörtern loswerden, klang am Anfang wie Tarzan. Mein erster Satz, mit dem Finger auf mich deutend war damals "Yo Melanie" -" Ich Melanie". Auch Sra. Karin, in deren Klasse ich mehr als die Hälfte der Zeit mithalf, hatte einen langen Brief und sehr rührende Worte für mich, so dass es mir schwer fiel nicht los zu weinen. Als Kenyi dann auch noch fragte warum ich denn gehen müsse und ich erklärte meine Familie würde sich ja aber Sorgen machen und mich vermissen käme ich nicht zurück, war einer der rührendsten Momente für mich, als er mich festhielt und jammernd erwiderte: "Sag deiner Mama sie soll sich keine Sorgen machen, du kannst bei mir wohnen und ich passe dann auf dich auf,” und mich dabei ganz fest an sich drückt. Da kamen mir plötzlich doch die Tränen und ich konnte kaum noch meine Abschiedsrede halten. Auch Giulianas Worte " du warst eine ganz tolle Lehrerin" haben es mir nicht leichter gemacht. Da ich bereits auf gepackten Koffern saß um in den letzten drei Tagen den neuen Volontären Platz zu machen holte mich dann mein Freund Julio ab und nicht zuletzt seinetwegen fiel dann doch immer wieder die Frage ob und wann ich denn wieder käme. Ich denke denen, die bereits eine Zeit im Centro verbracht haben ist es ähnlich ergangen.
Ich habe in der ganzen Zeit immer das Gefühl gehabt willkommen zu sein. So saß ich dann abends immer noch mit Tränen vor meinem kleinen Geschenk, einer selbstgemachten Kerze, einem Plakat der Lehrer, mit der gebastelten Kette "meiner Kinder" um den Hals und dachte an all die schönen Momente im Centro und in Perú.
Langsam wurde es Zeit Bilanz zu ziehen.

Zu gerne erinnere ich mich an meine anfänglichen Pannen mit dem Spanischen, bestellte ich in der Bäckerei doch eine Kopfnuss statt einer Kokosmakrone, woraufhin die alte Dame lediglich ein Nudelholz unter der Theke hervorholte und meinte: "Die kannste hier sogar umsonst kriegen, mein Kind". Dank ausreichender Nerven und Geduld aller Beteiligten, vor allem aber auch Sra. Karin, kam ich mit dem Spanisch dann aber schneller voran als meinen Eltern am anderen Ende der Telefonleitung manchmal lieb gewesen wäre. Nicht selten musste ich erst nach den richtigen Worten auf Deutsch fischen ehe ich antworten konnte, und nach kurzer Zeit brabbelte ich dann sogar bereits im Schlaf auf spanisch vor mich hin. Selbst zurück in Deutschland fiel es mir zunächst manchmal schwer ein bestimmtes Wort zu finden und die ersten Minuten nach meiner Ankunft am Flughafen fielen nicht zuletzt deshalb auch ein wenig still aus. Als ich dann auch noch auf der Toilette einen Moment lang nachdenken musste ob ich das Papier jetzt wieder unbesorgt ins Klo werfen darf, wurde ich plötzlich ganz nachdenklich und wäre am liebsten wieder zurück ins warme Perú geflogen. Die Eingewöhnung in Deutschland fiel mir letztendlich viel schwerer als ich dachte und es steht bereits fest: Ich komme wieder.
Nach fünf tollen Monaten im für mich schönsten Land der Welt kann ich gar nicht mehr sagen was der schönste Moment war. Ich weiß nur, dass ich eine unheimlich schöne und spannende Zeit in Perú hatte. Ein Land, das wirklich alles hat, außer Geld.
Von Küste und Meer über schneebedeckte Berge, Hochebenen, Regen- und Nebelwälder bis hin zu den unterschiedlichsten Wüstenlandschaften habe ich alles gesehen. Perú bietet eine Artenvielfalt wie sie wohl sonst nur noch in wenigen Flecken dieser Erde in dieser Form erreicht wird.
Auch was die Geschichte angeht steht Perú anderen Ländern in nichts nach. Von Wissen über 4000 Jahre alte Kulturen, Ruinen oder trotz Invasion der Spanier unheimlich gut erhaltene Inkastätten bis hin zu herrlicher Kolonialarchitektur bietet dieses Land für jeden Geschichtsinteressierten ausreichend Material und selbst für den weniger historisch bewandelten ist der pure Anblick beispielsweise eines Machu Pichu einfach atemberaubend schön.
Aber die besten Erfahrungen dieser Zeit kann man kaum erklären und auch nur verstehen, wenn man es selbst einmal erlebt hat. Die Herzlichkeit und Zufriedenheit der Menschen, die alles geben und nichts haben und einen in ihr Leben aufnehmen ohne auch nur einmal über ihre Situation zu klagen, ... verändert einen. Sowohl bei den beiden als auch in der Familie meiner Freundin und meines Freundes wurde ich bereitwillig aufgenommen, habe einen Einblich von Leben ganz normaler Menschen in Perú bekommen und habe schnell mein Herz an sie verloren. So werden es vor allem sie sein, die ich am meisten vermisse. Herrliches Essen, gemütliche Abende vor dem Fernseher und feste Umarmungen der Kinder. Ihnen gebührt das dickste Dankeschön. Dem Team von VIDA NUEVA,. Sr. Jim, Sra. Karin, "meinen Kids" und der Hausmeisterfamilie. Die Zeit im Centro war eine der schönsten in meinem Leben und ich möchte sie um nichts in der Welt missen. Danke für alles und

VIVA PERÚ

___________________________________________________________________________

... mehr Informationen oder Beantwortung von Fragen oder Anregungen
erhalten sie über Email < Email > ...

Nach oben