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21.Oktober 2005

Bericht von Julia Heiduck

“Hola Marlene!
Jetzt ist schon wieder Wochenende und damit die Hälfte meiner Zeit hier im Centro rum. Komisch wie schnell die Zeit vergeht.
Hab zwar immer mal wieder ein bisschen Heimweh, aber das lässt sich dann durch Anrufe und Churros beheben. …”
“In der Therapie haben wir uns gut eingelebt und nach anfänglich vielen Ausfällen wegen Krankheit und “Stundenplanumkoordinierung” läuft es jetzt ganz gut. ... schreibe ich mal zu jedem Kind einen Satz.

Jhordy:
macht gerne mit, wenn er aber keine Lust mehr hat legt er sich auf den Boden oder schaut einfach aus dem Fenster, ihn fasziniert sowieso ziemlich was draußen so vorgeht.

Yoel:
seine Aggressionen wallen gelegentlich hoch und er tritt nach anderen Kindern oder reißt Pflanzen raus. In der Therapie hat er sich etwas an die Situation gewöhnt und lässt sich durch Zählen zu Dehnungen überreden. Haben ihm eine Handbandage gebastelt, die er erst nicht ganz akzeptiert hat jetzt aber “bonito” findet.

Luis-Fernando:
hat seine Angst vor Bällen immer noch, wir arbeiten an seiner Rumpfstabilität und Stützkraft. Renzo hat seine guten und schlechten Tage, mit Unterstützung am Ellbogen kann er den Unterarmstütz halten mitsamt Kopf.

Marisol:
sonst sehr ruhig, lebt sie bei Musik richtig auf, auch mit dem Trampolin hat sie Spaß und sie macht gut mit, nur wenn sie gerade lieber was anderes machen möchte, ist es schwer sie zu überzeugen.

Kenin:
versucht immer noch auf seine CD zu bestehen, die er irgendwann mal als Belohnung am Ende des Monats bekommen hat, was inzwischen aber zu einer Wunschstunde umfunktioniert wurde. Er macht gut mit und erzählt viel, inzwischen verstehe ich auch ziemlich viel, am An-fang hatte ich da noch Probleme.

Karen:
von daheim wohl etwas verwöhnt, versucht sie immer erst mit einem süßen Gesicht jemanden zu finden, der ihr den weggerollten Ball holt, aber dann geht sie doch auch selber. Krabbelt gut, versuchen mit ihr Kniestand und Einbeinkniestand zu verbessern.

Kenyi:
findet immer was Neues toll zum Spielen. Ihn finde ich sehr anstrengend in der Therapie, weil er nicht lang bei etwas bleiben kann. Das beste war noch das Aufpumpen eines Wasserballes, was ihn am längsten festgehalten hat. Sonst sehr aufgeschlossen und ein aufgeweckter Ge-sprächspartner.

Naile:
kommuniziert am liebsten mit sich selber im Spiegel und macht Zeichen. Ohne Spiegel kann man sie aber zu Interaktion bringen und sie macht auch gut mit in ihrer vorsichtigen Art.

Giovanni:
supermotiviert, probiert so lange bis es klappt. Macht alles mit und hat Freude an der Therapie

Sadhid:
Nach anfänglicher Skepsis lacht sie jetzt oft in der Therapie und nur die Bauchlage mag sie gar nicht. Ist immer ganz fasziniert von meiner Haarfarbe.

Tamara und Karla:
das kleine Grüppchen, sind echt süß zusammen. Karla hilft Tamara bei den Schuhen und nimmt sie manchmal mit, wenn die nicht so recht weiß. Tamara traut sich manchmal sogar mehr als Karla. Es ist ganz gut, wenn einer sich direkt um Tamara kümmert, dann redet sie auch mal und macht eher mit.

Daniel:
Kleiner Chaot, macht gern seine “Karatekid-Figuren” vorm Spiegel und schaut sich dann unbeweglich an. Sagt zwar immer “No”, aber lässt sich dann doch auf was Neues ein, wenn auch manchmal viel Geduld nötig ist.

Rebecca:
freudiger Sonnenschein, versuchen ihre Stabilität zu verbessern und Richtung Krabbeln zu gehen, ist aber schwer. Ihre Pflegemutter hat das Fersenband am Rollstuhl wieder abgemacht, das wir konstruiert hatten damit sie nicht immer einhakt und festhängt, weil es sie anscheinend stört. Vielleicht versuchen wir es dann noch mal mit einem anderen.

Sandra:
kommt jetzt in die Schule zur Therapie, nach anfänglichen Begleitungsproblemen, wo sie nicht kam, weil keiner mitfahren konnte, kommt jetzt die Nachbarin mit und ich habe Jim gesagt, dass einer von uns beiden mitkann um sie zu holen, wenn wir zu zweit sind.

Manolo:
sehr still, kommuniziert wenig, bei Kämpflesspielen wie Rolleboxen oder gegeneinander drücken lebt er auf, freut sich und lacht.

Martha:
Beschaut sich immer eitel im Spiegel und macht Strähnchen aus dem Gesicht. Selten zu viel Eigenaktivität zu bewegen, macht aber das mit und nach, was man ihr zeigt.

Angel:
schwer zu sagen, wo man ansetzen kann mit der Therapie, diese Woche habe ich rausgefunden, dass “Treppe” wohl ein Thema sein könnte. Ansonsten ist er mit nichts zu locken, sondern in der Position, wo er ist, zufrieden. Dinge interessieren ihn nur solange er sie in der Hand hat, sich dafür anstrengen würde er nicht.

Marlon:
Chaot, sehr eigensinnig und schwer zur Therapie zu bewegen, macht lieber seine Dinge und Schuhe anziehen will er dann auch nicht nach der Therapie, immer ein Kampf.

Juan:
ist immer ganz begeistert wenn er zur Therapie darf, macht alles mit Freude mit und erträgt Dehnungsschmerzen ohne Murren.

Bruno:
überschätzt manchmal seine Gleichgewichtsmöglichkeiten, oft übermütig. Macht gut mit und redet sogar immer mehr, hat selber Ideen, die er mit einbringt

Shirley:
ganz neues Down-Kind, mit ihren jetzt 6 Monaten, ganz goldig und freundlich, kann von der Bewegungsentwicklung fast alles altersgerecht, deshalb haben wir sie nur 1x die Woche eingeteilt. Hat viel Energie und schafft immer ganz ausdauernd in der Therapie. Ganz liebe Mut-ter, die die Therapie super annimmt und Shirley unterstützt.

Samantha:
seit 2 Wochen jetzt hier, 8 Jahre mit Entwicklungsverzögerung, kann mit Hilfe laufen, was die Mutter auch immer mir ihr übt. Sehr zierlich und etwas kraftlos, lässt sich einfach zusammensinken, wenn sie nicht mehr möchte. Holt sich viel Wahrnehmung über den Mund und leckt viel, schlägt sich selber und auf den Boden.

Carlos:
macht gerne mit, war erst 2x in der Therapie, weil er als Einspringer drankommt, wenn jemand anderes ausfällt. Hat immer noch seine Rotznase.

Josue:
War bis jetzt nie da, weil er Donnerstags selten da ist, deshalb habe ich jetzt mit Vicky ausgemacht, dass er Mittwochs drankommt

OK, das war jetzt so ein kurzer Stand der Therapie.

Die 1. Woche ohne Christine hat ganz gut geklappt. Marie hat mir bei den schweren Kindern geholfen und war mit Freude dabei.
Mit dem Spanisch klappt auch immer besser, wir versuchen auch uns so meist spanisch zu unterhalten und bringen immer neue Zeiten und Wörter mit ein, aber man lernt ja nie aus und ich würde nicht behaupten, dass ich es schon richtig kann. ....”
“In unserem Zimmer haben wir uns super eingelebt und verstehen uns alle drei trotz Altersunterschied echt gut, jeder bringt mal einen anderen Aspekt zum Zusammenleben mit. ...”

So, jetzt fällt mir grad nix mehr ein, ...

Liebe Grüße ....
Aus deiner fernen Heimat, Julia

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