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15.März 2008

4. Bericht von Katharina von Schultzendorf

Jetzt bin ist es schon vier Wochen her, da ich in das leere, verstaubte Zimmer nach Santa Clara zurückgekehrt bin aus Mexiko. Während ich in Mexiko unterwegs war hat sich Franziska, nach einer langen Perureise, aus dem Staub nach Deutschland gemacht und Monica ist nach Los Organos zu ihrem Freund gezogen. So bin ich jetzt also ganz allein im Centro...
Aber zum Glück bin ich nicht allein gelassen. In dem halben Jahr, das ich jetzt schon hier bin, habe ich Freunde kennen gelernt, die sich rührend um mich kümmern, so dass ich mich nicht über Langeweile beklagen kann.

Da hier im Moment die langen Sommerferien sind, kommen nicht so viele Kinder zur Therapie, so dass ich nur montags und mittwochs Kinder behandle. Es kommen von den Schulkindern nur Bryan R. und von den externen Kindern Renzo, Ela und Beatrix zur Therapie. Aber dafür haben sich sieben neue Kinder angemeldet; Juniosh (5 Jahre alt, leichte Hemi-Symptomatik und motorische Entwicklungsverzögerung, er kann noch nicht gehen), Nallely (2 ½ Jahre alt, Zerebralparese, Tetraplegie, keine Willkürbewegung vorhanden), Melanie (1 Jahr 10 Monate, kommt am Montag das erste mal), Melanie (ca. 7 Jahre alt, mentale Retardierung, Aufmerksamkeitsstörung), und ihre Schwester (ca. 2 Jahre alt, motorische Entwicklungsverzögerung, kann noch nicht gehen), Hannibal (10 Jahre, mentale Retardierung, Hypotonie) und Michael (ca. 4 Jahre alt, Autismus und Hyperaktivität). Der Plan ist also voll an diesen zwei Tagen! Aber es kommen ja nie alle Kinder zur Therapie. Im Vergleich zu den letzten Jahren, was man mir so erzählt hat, kommen jedoch verhältnismäßig viele Kinder regelmäßig und die Moral, sich zu entschuldigen funktioniert auch erstaunlich gut. Durch die vielen neuen und sehr unterschiedlichen Kinder, bin ich gefordert und die Arbeit macht Spaß!
Mit dem nächsten Schuljahr soll auch eine Frühfördergruppe eingerichtet werden, die Fanny, die Nachfolgerin von Jim, leitet und so hoffen wir, dass die Kinder jünger schon zur Therapie kommen und wir dadurch eher Einfluss nehmen können auf Motorik und Verhalten. Das wird ein neues und sicher sehr spannendes Aufgabenfeld auch für uns Therapeuten.
Fanny ist die einzige, neben der Hausmeisterfamilie natürlich, die im Augenblick auch noch im Centro arbeitet. Sie macht psychologische Evaluationen und bereitet mit das neue Schuljahr vor.
So machen wir es uns in St. Clara sehr gemütlich. Die Tage, die ich nicht im Centro arbeite, habe ich die Möglichkeit bei ARIE, ein sozialpädiatrisches Zentrum, zu hospitieren, was auch sehr spannend ist.

Viel mehr gibt es im Moment auch gar nicht zu berichten. Anfang März fängt die Schule wieder an und am 15. März kommt dann Nora, eine neue Volontärin, Ergotherapeutin.


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